Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

Anstecknadel des DOSB

Anstecknadel des DOSB

In 2011 galten noch die alten Leistungstabellen. Diese wurden in 2013, zum 100jährigen Bestehen des Deutschen Olympischen Sportabzeichens geändert und reformiert und in neue Kategorien eingeteilt. Jetzt lief es aber noch nach dem alten Muster ab.

Das heißt im Detail: Es musste (jährlich bis 2012) ein Schwimmnachweis erfolgen. Nach der neuen Reform ist dieser nur noch alle fünf Jahre erforderlich. Über die Distanz von 200 Metern waren je nach Altersklasse feste Zeiten gefordert, die unterboten werden mussten.

Terminlich stand für mich als erstes das 20-km-Radfahren auf dem Programm. Training hierfür brauchte ich eigentlich nicht, dachte ich. War schließlich schon viel mit dem Fahrrad gefahren und hatte auch ein ganz ordentliches Rad. Das sollte reichen, um die 20 km in der vorgegebenen Zeit von 60 Minuten locker zu erfüllen.

Von zuhause bis zu dem Punkt, an dem das Rennen gestartet wurde, fuhr ich die ca. acht Kilometer dorthin natürlich schon mit dem Rad. Dann ging es los mit doch einer großen Anzahl von Teilnehmern. Aber jeder fährt ja für sich um die eigene Zeitvorgabe, also kein Stress.

Tja, die „Geübten“ fuhren mir natürlich locker davon. Trotz lockerer Trainingsjacke konnte man meine „Wampe“ noch deutlich erkennen. Immerhin hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch fast mein Höchstgewicht von 78 kg. 2011-07-02 888IMG_0328

Die erste Runde brachte ich noch ganz gut hinter mich, obwohl mir schon öfter die Knie schmerzten. Die zweite Runde war dann die Hölle. An den Steigungen hatte ich Schmerzen in den Knien ohne Ende. Hier wollte ich schon fast aufgeben, aber der Stolz siegte über die Schmerzen und ich wollte es dann doch durchziehen. Die Zeit würde reichen, falls ich das Tempo halten könnte.

Am Ziel hatte ich dann fast 52 Minuten benötigt. Ich hatte mir das lockerer vorgestellt. Mit 37 Jahren fuhr ich die Strecke noch in 40 Minuten. Dann war ich aber erst mal glücklich, es überhaupt geschafft zu haben, nahm mir aber vor, in Zukunft auch etwas Radtraining einzubauen.

Am meisten Sorgen bereiteten mir meine Knie. Für die Heimfahrt, wenn auch langsam, reichte es dann gerade noch so. Ich war kaputt und das zwei Tage lang. Wie wichtig es ist, seinen untrainierten Körper erst einmal langsam an die Belastungen heranzuführen, wurde mir nur allzu deutlich bewusst. Na ja, der erste Punkt auf der Liste (Leistungstabelle) war abgehakt.

Dann nahm ich mir die Kategorie Schwimmen vor; 200 Meter am Stück. Ich war noch nie ein guter Schwimmer und bin es auch heute noch nicht. Schnell Schwimmen kann man nur im Kraulstil, den ich aber nicht beherrsche. Und mit Brustschwimmen erreicht man die Schnelligkeit nicht.

Die Zeitvorgabe war mit 9:30 Minuten ausreichend. Ich erreichte das Ziel in 6:48 Minuten. Keine Superzeit, aber auch geschafft und hinterher brannten mir die Lungen. Auch in dieser Disziplin würde ich in Zukunft mehr tun müssen, d.h. öfter mal ins Schwimmbad.

Die restlichen drei Disziplinen waren dann im Stadion zu absolvieren. Ich freute mich auf die Herausforderungen mit den anderen Teilnehmern, denn es war schon eine Art Wettkampf mit Gleichgesinnten.

Der 50-Meter-Lauf brachte mir ein kleines Erfolgserlebnis. 9,7 Sekunden waren gefordert und ich wollte zumindest unter 9,0 sec. laufen. Als ich mit 8,6 sec. gestoppt wurde, war ich wirklich happy, denn außerdem hatte ich meinen Mitläufer in der gleichen Altersklasse hinter mir gelassen. 2011-08-08 644DSC_0354

Beim Kugelstoßen brachte ich es tatsächlich auf 7,07 Meter (gefordert waren 7,0), also gerade so geschafft.

Als letztes ging es zum Standweitsprung. Die geforderten 1,80 Meter schaffte ich locker mit 1,98 Metern im ersten Versuch. Also ließ ich es dabei. In den Folgejahren verbesserte ich diese Marke bis auf 2,28 Meter als bisherige Bestweite. Die machte mir richtig Spaß.

Mein großes Ziel, im Jahr eins nach dem Berufsleben, wieder Sport zu treiben, hatte ich mit dem Erringen des Sportabzeichens schon erfüllt. Aber es sollte noch besser kommen. Darüber bald mehr!

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