Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

Wie ging es mir nun nach einem halben Jahr sportlicher Aktivitäten, gesundheitlich und überhaupt? Fühlte ich mich körperlich gut? Hatte es sich gelohnt, wieder aktiv Sport zu treiben und zwar regelmäßig?

Die eindeutige Antwort hierauf lautet: JA! Es hatte sich gelohnt, denn ich fühlte mich großartig, hatte das Gefühl, Bäume ausreißen zu können, war für meine Verhältnisse topfit und hatte am Ende des Jahres das Gefühl, dass meine Gelenke wieder besser funktionierten.

Wenn ich meinen Körper ausgepowert hatte, sämtliche Muskeln spürte, von welchen ich bisher keine Ahnung hatte, dass diese überhaupt existieren, fühlte ich mich einfach riesig! Ich kann diese Glücksgefühle mit Worten gar nicht so richtig ausdrücken. Ich glaube, ich fühlte mich wie ein Junkie, aber einer der nach seiner nächsten Leistungssteigerung gierte. Das Adrenalin strömte durch meinen Körper und machte mich süchtig nach mehr.

Man fühlt sich plötzlich viel lebendiger und wacher. Wenn ich spürte, wie die Bewegungen dem Körper immer besser taten, freute ich mich schon auf das nächste Training, um meine bisherigen Leistungen nochmal zu steigern. Und dann begann ich meine Trainingszeiten zu notieren und zu vergleichen. Hatte ich wieder eine neue Bestzeit aufgestellt, wurde sie besonders vermerkt.

Schneller, Höher, Weiter – das war jetzt mein Motto. Allerdings stand bei mir eher das Schneller und Weiter im Vordergrund. Denn Höher hatte ich bisher noch nicht ausprobiert.

Ich stellte aber auch fest, dass nicht jeder Tag wie der andere verläuft. Man ist eben nicht immer gleich gut drauf. Das merkte ich meistens schon zu Beginn des Trainings. Ich dachte, heute läuft nicht viel. Also ließ ich es langsam angehen.

Aber manchmal trog mich auch dieses Gefühl. Denn im Laufe der Stunde fühlte ich mich plötzlich immer besser und es wurden dann Leistungen erzielt, die ich selbst von mir nicht erwartet hatte. Da wusste ich, wie gut mir die Bewegung tut. Manchmal wusste ich aber auch, heute ist ein guter Tag. Dann fühlte ich mich topfit und lief auch zu Hochform auf. Es ist schon interessant, wie man lernt, seinen Körper richtig einzuschätzen.

Im Laufe der Zeit lernte ich neue Trainingsmethoden kennen, die mich noch einmal ein Stück weiter brachten und ich besuchte ein Seminar: „Seniorenleichtathletik“, das vom Hessischen Leichtathletik Verband ( www.hlv.de ) veranstaltet wurde.

Darüber berichte ich in einem späteren Beitrag hier in diesem Blog.

Kommentare zu: "7. Fazit nach einem halben Jahr Aktivsport." (2)

  1. Hallo Robert!
    besser könnte ich das gar nicht beschreiben. Genau so ist es. Weiterhin alles Gute, ich lese bei dir mit! Toll! 🙂

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    • Hallo Christian,
      Danke, finde ich klasse. Aufmunternde Worte sind immer gut, vor allem wenn man etwas down ist, wie ich z.Z. Bin wegen wochenlanger Darmprobleme völlig außer Training und die Motivation wieder anzufangen fällt einem dann schwer, wenn es nach dem ersten Training wieder schlechter geht. Trotzdem werde ich mich wieder aufraffen und die Trainingszeit im Freien genießen. Wahrscheinlich geht dann alles wieder besser. Auch dir alles Gute und eine verletzungsfreie Zeit. Vielleicht trifft man sich irgendwo einmal, evtl. bei einem Marathon? Den laufe ich zwar nicht, aber mein Schwiegersohn! Der ist auch ein ganz begeisterter Läufer. Hat am vorletzten Wochenende im Frankfurt/Main an einem Halbmarathon mitgemacht.
      Viele Grüße
      Robert

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