Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

Sportabzeichen in Gold

Sportabzeichen in Gold

Eigentlich bin ich jetzt ein bisschen spät dran, um über die Reform des Deutschen Sportabzeichens im Jahr 2013 zu berichten. Aber da ich erst dieses Jahr mit meinem Blog angefangen habe und ja über meine bisherigen Erfahrungen schreiben wollte, kommt das jetzt zum Zuge. Außerdem geht es um mehr, als nur um die Reform.

Also, das Jahr 2013 war das Jahr in dem das Deutsche Olympische Sportabzeichen 100 Jahre alt wurde. Anlässlich dieses Jubiläums haben sich kluge Köpfe beim Deutschen Sportbund Gedanken darüber gemacht, wie man das Sportabzeichen attraktiver gestalten könnte um somit noch mehr Menschen zu animieren, sich daran zu beteiligen.

Warum schreibe ich darüber? Jeder sportlich interessierte kennt das doch, werden vielleicht viele sagen. Ja, aber ich möchte auch dazu beitragen, diese Möglichkeit der sportlichen Betätigung über meinen Blog interessanter zu machen. Vielleicht sind ja sogar einige Aktive unter euch, die selbst noch niemals das Sportabzeichen abgelegt haben und die Vorteile, die sich daran anschließen gar nicht kennen.

Über den sportlichen Aspekt hinaus, ist der größte Vorteil, dass die erfolgreiche Abnahme von den meisten Krankenkassen in barer Münze honoriert wird. Viele Krankenkassen bieten ein Bonusprogramm an, in dem es natürlich hauptsächlich um gesundheitliche Aspekte geht. Jeder sollte sich gesund ernähren und sportliche Betätigung ist eine Voraussetzung, gesund zu bleiben.

Bei meiner Krankenkasse, der TK (Techniker Krankenkasse), werden im Bonusheft u.a. folgende Aktivitäten honoriert. Schutzimpfungen, Krebsfrüherkennung, Gesundheits-Check, Zahnvorsorge oder professionelle Zahnreinigung, Blutuntersuchungen, Messung des BMI (Body-Mass-Index) sowie Teilnahme an Gesundheitskursen.

Und dann kommt der Sport. Aktive Mitgliedschaft in einem Sportverein, Teilnahme an Radtouren, die vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) veranstaltet werden und letztendlich das Deutsche Sportabzeichen.

Von dem jeweiligen Arzt, vom Sportverein, von den Veranstaltern oder den autorisierten Leitern des ADFC und den Stellen, die das Sportabzeichen nach erfolgreicher Abnahme ausstellen, lässt man sich in das Bonusheft der Krankenkasse einen Stempel zur Bestätigung eintragen.

Die innerhalb eines Jahres erfüllten Kriterien werden dann bei der TK wie folgt bewertet.

Bei mindestens drei Gesundheitsaktivitäten erhält man 50,00 Euro in bar, ab sechs Maßnahmen sind es 100,00 Euro und ab neun erfüllten Maßnahmen sind es sogar 200,00 Euro, die man sich auf sein Girokonto überweisen lassen kann. Ich denke, das ist doch ein toller Anreiz!

Nun steht für mich allerdings der sportliche Aspekt im Vordergrund. Mein Ziel ist es, das Sportabzeichen jedes Jahr auch in Zukunft wie 2011 und 2012 erfolgreich abzuschließen. Besonders reizt mich dabei, dass man sich in verschiedenen sportlichen Disziplinen beweisen muss. Es ist ein Mehrkampf, ähnlich wie bei den Zehnkämpfern, nur eben viel kleiner. Aber man muss schon ein bisschen seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen.

Als erstes muss man Schwimmen können. Ein Nichtschwimmer kann das Sportabzeichen schon mal gar nicht erreichen. Über den Schwimmnachweis berichtete ich schon in meinem Beitrag „Abnahme Sportabzeichen“ im Jahr 2011.

Nun komme ich zu den Änderungen ab dem Jahr 2013. Man hat die sportlichen Aktivitäten in Kategorien unterteilt: Ausdauer – Kraft – Schnelligkeit – Koordination. Ferner hat man jetzt die Möglichkeit, je nach Leistung, das Sportabzeichen in Bronze, Silber oder Gold zu erringen.

Wie geht das? Für die erbrachte Leistung gibt es Punkte. Ein Punkt für Bronze, zwei Punkte für Silber und drei Punkte für Gold. Da insgesamt vier Disziplinen erfüllt werden müssen, erreicht man für 4 – 7 Punkte Bronze, bei 8 – 10 Punkten Silber und bei 11 – 12 Punkten Gold.

Hier ein Beispiel: Wenn ein 40-jähriger Mann im Weitsprung 3,90 Meter erreichte, bekam er für diese Leistung einen Punkt, also Bronze; ab 4,30 Metern zwei Punkte = Silber und ab 4,70 Metern bekam er drei Punkte = Gold in dieser Kategorie. Man sieht also, es werden schon ordentliche Leistungen gefordert; geschenkt bekommt man das Sportabzeichen nicht.

Welche Disziplinen müssen erfüllt werden?

Bei der Kategorie Ausdauer stehen die Langstrecken auf dem Programm wie z.B. 10-km-Lauf oder 20-km-Radfahren, aber auch noch andere.

Bei Kraft stehen Kugelstoßen, Medizinballwurf oder auch Standweitsprung im Vordergrund.

Bei Schnelligkeit geht es um Sprits, sowohl im Laufen, Schwimmen oder auch Radfahren.

In der Kategorie Koordination sind Hoch- oder Weitsprung gefragt, aber auch Seilspringen.

Und für die Turner unter uns besteht in den drei letztgenannten Kategorien die Möglichkeit Geräteturnen am Reck, Barren, Boden, Schwebebalken oder auch Sprungübungen zu zeigen. Welche Übung in welcher Altersklasse angeboten wird, kann man den Leistungstabellen des Deutschen Sportabzeichens entnehmen.

Für alle Interessierten habe ich den Link zur neuen Leistungstabelle 2015 hier eingefügt:

http://www.sportabzeichen-bensheim.de/index.php/navigation/articles/navigation.html

Wie lief es nun bei mir? Meine eigene Zielsetzung war, alle Disziplinen in Gold zu erreichen.

Kategorie Ausdauer: Da ich kein Langläufer bin entschied ich mich wieder für das 20 km Radfahren. Und ich fuhr die Strecke fast auf die Sekunde genau so schnell wie im Jahr zuvor, nämlich 43:02 gegenüber 43:04 Minuten = 3 Punkte. Das nennt man Punktlandung 🙂

Standweitsprung

Standweitsprung

Kraft: Der Standweitsprung ist zu einer meiner Lieblingsdisziplinen geworden. Es folgte eine weitere Steigerung auf 2,12 Meter = 3 Punkte.

Bei herrlichem Wetter waren meine Frau und ich im Schwimmbad. Da hatte ich die Idee, meine Schnelligkeit im Schwimmen zu testen. Meine Frau stoppte die Zeit über 25 Meter. Sah ganz gut aus. Ich fragte den Bademeister, ob er mir die Zeit für das Sportabzeichen abnehmen könne. Er konnte. 41 Sekunden waren für die 25 Meter Strecke gefordert. Ich schaffte sie in 30,29 Sekunden = 3 Punkte.

Diese drei Disziplinen waren kein Problem gewesen. Aber wie sah es mit der Koordination aus? An Hoch- und Weitsprung traute ich mich nicht so richtig heran. Dachte mir, Seilspringen sollte doch leichter gehen. Aber es war nicht so einfach wie ich es mir vorgestellt hatte. Gefordert war in meiner Altersklasse der „Grundsprung rückwärts“ und zwar 30 Mal für Gold.

Beim ersten Abnahmetermin schaffte ich es nur auf 26 Mal. Da merkte ich, dass man auch hierfür eine gute Kondition benötigt. Das reichte zwar für Silber und hätte in der Addition auch für Gold gereicht. Doch mein Ehrgeiz verlangte mehr. Ich versuchte es beim zweiten Abnahmetermin noch einmal und es klappte. Maximale Punktzahl und damit Gold beim Sportabzeichen – persönliches Ziel erreicht.

Nachdem wegen Verletzung zunächst deprimierenden, dann aber doch noch zufriedenstellenden Verlaufs bei den Hessischen Seniorenmeisterschaften in Borken, hatte ich versucht, die Behinderung durch den Ischias in den Griff zu bekommen, was mir bis zum Start der Abnahmen für das Sportabzeichen ganz gut gelungen war.

Es standen dann noch andere Höhepunkte auf dem Programm, die ich in 2013 erleben wollte. Das waren die beiden Bergturnfeste in Gersfeld und auf dem Hoherodskopf und die Kreismeisterschaften im Freien, an denen ich endlich teilnehmen wollte. Darüber werde ich demnächst berichten.

Kommentare zu: "20. Hundert Jahre Sportabzeichen in 2013" (2)

  1. Herzlichen Glückwunsch 🌺

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  2. Danke! 🙂

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