Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

Abendstimmung

Abendstimmung nach Sonnenuntergang

Einige werden sich erinnern, wie ich in meinem Beitrag 19. „Hurra! – Endlich geht´s wieder los! Und – hilft Osteopathie?“ über meine Magenprobleme im Zusammenhang mit dem Beckenschiefstand geschrieben habe.

Nochmal in Kürze das Wichtigste: eine Woche Krankenhaus mit MRT sowie Magen- und Darmspiegelung. Fazit: Reizdarm, Bakterien, anschließend Behandlung mit Antibiotika. Für den Beckenschiefstand hatte mir ein Orthopäde Einlagen mit unterschiedlicher Höhe verschrieben. Außerdem verordnete mir mein Hausarzt Magentropfen (Iberogast), die ich zu jedem Essen einnehmen sollte, um die Speisen besser verdauen zu können.

Dann ein Besuch beim Osteopathen, der die Einlagen anzweifelte weil mein Körper sein Leben lang diesen Schiefstand kennt und sich darauf eingestellt hat. Dann hatte er eine genaue Untersuchung der Stuhlprobe angeordnet. Eine solche hatte übrigens auch schon mein Hausarzt durchführen lassen. Ergebnis: alles relativ unauffällig, aber Kapseln zum Einnehmen verschrieben, die unterstützend zu den Magentropfen helfen sollten. Eine Aussage darüber, nach welchen Bakterien man geforscht hatte bekam ich nicht.

Nun ging es mir durch die regelmäßige Einnahme der verordneten Medikamente wieder deutlich besser. Auch das Training bereitete mir weniger Probleme und so dachte ich, es sei alles wieder im Lot. Doch dann vergaß ich manchmal die Tropfen wenn wir außer Haus speisten. Und prompt meldeten sich mein Magen und auch der Darm wieder zu Wort. Und auch nach anstrengenden Läufen hatte ich wieder Probleme. Näher will ich darauf nicht eingehen :-).

Nun stand gestern der zweite Besuch bei meinem Osteopathen an, der inzwischen auch die Ergebnisse der Stuhluntersuchung vorliegen hatte. Das Ergebnis war in zweierlei Hinsicht erschreckend. Zum einen die eigentliche Erkenntnis meiner Probleme und zum anderen, dass vermutlich kein normaler Arzt diese erkannt hätte oder nicht erkennen konnte, weil nicht danach geforscht oder untersucht und weiterhin falsche Behandlungen durchgeführt hätte.

Fazit der Untersuchung: Jeder Mensch hat in seinem Körper Bakterien, vor allem gutartige, ohne die der menschliche Organismus nicht funktionieren kann. Wie ist es jetzt bei mir? Die „schlechten“ haben sich stark vermehrt, entziehen dem Körper wertvolle Nährstoffe und belasten die Leber, sodass die „guten“ so gut wie nicht mehr nachweisbar oder stark reduziert sind. Und das führt zu sehr großen Disharmonien, die wenn sie nicht erkannt und behandelt werden, zumindest den Körper erheblich schädigen, wenn nicht sogar schlimmeres.

Das ist in wenigen Worten mein Dilemma. Den dreiseitigen Bericht möchte ich natürlich niemandem zumuten, obwohl er äußerst interessant ist. Jetzt weiß ich wenigstens, warum es mir seit Monaten nicht richtig gut geht oder immer wieder Rückschläge kommen.

Die Stuhluntersuchung musste ich natürlich selbst bezahlen und kostete mich 95,00 Euro. Hinzu kommen die Kosten für den Osteopathen, von dem die Krankenkasse nur noch 30,00 Euro für drei Sitzungen hinzu bezahlt. Doch diese Kosten bezahle ich gerne, wenn ich sehe, dass mir jetzt wirklich geholfen wird.

Dass die Krankenkassen Osteopathie nicht besser unterstützen kann ich nicht nachvollziehen. Mein mehrtägiger Krankenhausaufenthalt mit all seinen Untersuchungen, die eigentlich nicht benötigten Einlagen und die Medikamente kosteten ein Vielfaches! Trotzdem werde ich diesen Fall meiner Krankenkasse einmal schildern. Vielleicht macht sich ja doch einmal jemand Gedanken.

Wie wird mir nun weiter geholfen? Der Osteopath hatte mir bereits einen Ernährungsplan zusammen gestellt, der über acht lange Wochen geht. In der ersten Woche darf ich nur Gemüsesuppe essen. Genaue Angaben über die Zubereitung und wie gewürzt werden darf, wurde natürlich mitgeliefert. Damit soll der Darm entleert und den „schlechten“ Bakterien die Grundlage genommen werden, sich weiter zu vermehren bzw. ganz zu verschwinden. In der Folge wurde mir genau über eine DIN-A4 Seite aufgelistet und persönlich erklärt, was ich essen darf und was ich auf jeden Fall weglassen sollte.

Hat von euch schon mal jemand von seinem Arzt einen Ernährungsplan bekommen, damit er gesund wird? Ich nicht! Mehr kann und will ich an dieser Stelle nicht dazu sagen. Denn ich denke, mein Bericht spricht für sich! Jeder kann sich jetzt seine eigenen Gedanken machen.

Das werden zwar harte Wochen, vor allem die erste, aber für die Heilung, an die ich glaube, tue ich das gerne. Und ich freue mich schon darauf, wieder richtig fit zu werden, um dann wieder sportlich richtig durchstarten zu können!

Und morgen wünsche ich euch Frohe Ostern! 🙂

Kommentare zu: "23. Osteopathie sei Dank!" (7)

  1. Dann wünsche ich das Beste.
    Und natürlich Frohe Ostern

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  2. Hallo Robert!

    Vielen Dank für deine neuerliche ausführliche Schilderungen. Ich kenne das Dilemma mit den „Ärzten“ aus eigenen Erfahrungen. Ich musste sehr lange suchen bis ich die richtigen gefunden hatte.

    Aber was will man von den Ärzten erwarten? Wenn man bedenkt, dass 100% ihrer Weiterbildungen, ihrer möglicher Forschungen ect. von der Pharma bezahlt wird, dann kann man nicht erwarten, dass sie über Heilung ernstlich nachdenken. Da gehts maximal um Symptombekämpfung, das war’s! 😦

    Zum Glück gibt es aber immer mehr, die sich der Heilung und der Gesunderhaltung widmen.

    Dir wünsche ich alles Gute und dass du bald wieder so richtig Durchstarten kannst.

    Frohe Ostern aus Tirol.
    Christian

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    • Hallo Christian,

      Danke für deine guten Wünsche und auch dir ein fröhliches Osterfest! Wir lassen uns schon nicht unterkriegen 🙂

      Du hast vollkommen Recht. Unser Dilemma ist die große Pharmaindustrie. Die müssen doch ihre Milliardenumsätze schützen.

      Viele Grüße aus Hessen.
      Robert

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  3. Ich hoffe, dass du ein wunderbares Osterfest hattest!

    Die Sache mit den Osteopathen! Erst hat es mich wirklich Monate gekostet, um ein Rezept zu erhalten, trotz Dies und Das, was es zu bereinigen gab. Der Orthopäde war aber der Meinung, ich kenne das mit ein paar Tapes, die ich natürlich bei ihm bar bezahlen musste, in den Griff bekommen. Nun habe ich endlich einen guten Osteopathen und auch das Rezept. Es geht mir deutlich besser, da scheinbar alles mehr oder weniger aus dem Inneren kam/kommt.

    Dann die Krankenkassen: die machen mich seid Kindheit „krank“. Damals zahlten sie fast null für Akupunktur. Aber wie auch damals bin ich bereit, die Kosten zu tragen, denn ich verspreche mir nicht nur viel davon, sondern spüre es absolut für mich.

    Dir alles Gute und viel Erfolg mit allem.

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    • Danke, aber mein Ostern bezog sich nur auf Gemüsesuppe und Kopfschmerzen, wegen Koffeinentzug! Aber da muss ich jetzt durch. Es soll ja helfen und da ich mich heute schon etwas besser fühle, glaube ich auch fest daran. Hoffe deine Ostertage waren entspannter und vielleicht sogar sportlicher.

      Mit meiner Krankenkasse werde ich auf jeden Fall in den Klinsch gehen. Ich werde denen mal vorrechnen, was sie bei mir seit Anfang des Jahres unnötig bezahlt haben und nichts genutzt hat und dagegen die Untersuchungen beim Osteopathen, der endlich die Ursache gefunden hat und die entsprechenden Maßnahmen getroffen. Auf jeden Fall werde ich nach erfolgreicher Behandlung wieder berichten.

      Auch dir alles Gute! Wir lassen uns nicht unterkriegen!

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