Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

Zeitvergleich am Ziel des Karbener Stadtlaufes.

Zeitvergleich am Ziel des Karbener Stadtlaufes.

Wie ging es weiter nach dem ersten Wettkampf? Zunächst hatte ich so viel Adrenalin im Blut, dass ich am liebsten noch einmal gelaufen wäre. Aber das wäre auch beim besten Willen unmöglich gewesen. Ich war ja wirklich froh, diese eine Runde geschafft zu haben.

Die folgende Woche wurde dann sehr trainingsintensiv. Doch der Montag wurde erst einmal zum Ruhetag. Erstens war es viel zu heiß und außerdem brauchten die beanspruchten Muskeln wieder etwas Erholung. Doch bereits am Dienstag musste ich wieder raus. Am besten früh morgens, denn da waren die Temperaturen noch erträglich. So hieß es wieder ab in den Wald. Es standen lockere Übungsläufe mit einigen Intervallen auf dem Programm. Insgesamt wurden daraus über 8,5 Kilometer.

Am Abend wollte Daniel ins Stadion. Also begleitete ich ihn und nutzte die Zeit, wieder einmal ein paar Bergläufe durchzuführen; sind für die Kondition ja auch sehr gut. Es wurden dann insgesamt vier Stück und die Zeiten konnten sich sehen lassen. Den ersten machte ich in 25,6 Sekunden und jeden weiteren exakt eine Sekunde schneller.

Am Mittwoch wurde das TRX-Band wieder einmal gequält. Es geht schließlich auch um die Körperstabilität.

Der Donnerstag wurde dann mal wieder zum persönlichen Highlight. Die erste Runde drehte ich wieder im Bruchköbeler Wald auf dem Waldemar-Wenzel-Rundkurs, also 4,8 Kilometer. Meine Frau schickte ich dann mit dem Auto alleine zurück, denn ich hatte mir vorgenommen, die Strecke nach Hause zu laufen. Eine zweite Runde im Wald wäre mir dieses Mal zu langweilig gewesen. Ich brauchte eine neue Herausforderung.

Die Strecke zurück hatte ich einigermaßen im Kopf, aber keine Ahnung wie viel Kilometer das sein werden. Ich lief einfach los; teilweise durch den Ort, dann über Wiesen und Felder und schließlich Richtung „Heimat“. Ein letzter heftiger Anstieg (aber nur etwa 100 Meter lang) und ich stand vor unserer Haustüre.

Dann die Überraschung: Es waren exakt 5 Kilometer gewesen vom Parkplatz am Wald bis nach Hause. Die Pace hatte auch gestimmt; 7:30 Min/km. Die gesamte Laufdauer betrug für die 9,8 Kilometer 1:11 Stunden. Ich merke so langsam, wie die langen Strecken mir immer besser gefallen und auch gut tun.

Um die angestrengten Muskeln zu lockern wurde am Freitag ein lockeres Radfahrprogramm von 20 Kilometern aufgelegt. Den heutigen Samstagmorgen verbrachten Daniel und ich wieder einmal im Stadion. Ich wollte endlich einmal mein „Fahrtspiel“ durchführen.

Nach zwei lockeren Aufwärmrunden folgten drei Runden Dauerlauf auf der Bahn in einer Pace von ca. 7Min/km. Im Anschluss daran ging es direkt in einen 100m-Sprint über und nach 100 Metern Trabpause gleich ein zweiter 100m-Print. Danach 200 Meter Traben.

Direkt danach folgte, wie ich ihn gerne nenne, der „Militärykurs“ innerhalb des Stadions über Rasen, Sand, Bergauf und Bergab. Außerhalb der Laufbahnen und der Zuschauerbande befindet sich Rasen und ein Volleyballplatz. Das Stadion ist in einen Hang gebaut, sodass an der einen Stelle eine Erhöhung und auf der anderen eine tiefe Senke ist, an der wir unsere Bergläufe durchführen.

Zunächst geht es einen kleinen Hügel hinauf auf den Rasen, an der Hecke entlang, durch die Sandgrube des Volleyballplatzes, dann hinunter bis an die unterste Stelle des Stadions, von dort bis zum höchsten Punkt ein sogenannter Berglauf über ca. 90 Meter und zwei steile Neigungen hinunter vor die Tribüne. Und das Ganze zwei Mal hintereinander.

Nach einer Pause von ca. 3 Minuten folgte die zweite Sequenz, dieses Mal zwei Runden Dauerlauf, anschließend ein 80m-Sprint, 220 Meter Traben und ein 100m-Sprint. Wieder eine Pause von ca. 4 Minuten und noch einmal um die Militärystrecke. Die ganze Trainingseinheit dauerte 43 Minuten wie vorgesehen.

ausgiebiges Dehnen

ausgiebiges Dehnen

Anschließend muss sich ordentlich gedehnt werden und zuhause folgt dann die Dusche mit kaltem Wasser. Auch das habe ich inzwischen gelernt, dass kaltes Wasser nach anstrengenden Läufen ab besten für die beanspruchte Muskulatur ist.

Wünsche allen ein schönes Restwochenende. Bleibt sportlich!

Kommentare zu: "51. Die Woche danach" (4)

  1. Bewundernswert was du leistest!
    Immer schon habe ich, wenn ich meinen Mann zu seinen Läufen begleitete, die Senioren bewundert.
    Nicht schafft mehr Lebenskraft als Bewegung.
    Liebe Grüße

    Gefällt mir

  2. […] Radfahren über 20 Kilometer. Am Abend im Stadion stand das Fahrtspiel, mein „Militärikurs“ (siehe 51.) wieder einmal auf dem Programm. Die gleiche Strecke mit den gleichen Runden und Distanzen wie am […]

    Gefällt mir

Dein Kommentar zu diesem Beitrag:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: