Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

Mein letzter Bericht über den Rodheimer Volkslauf endete mit dem Satz: „Wenn alles nach Plan läuft…!“ (siehe 57.) Es lief aber dieses Mal nicht alles nach Plan.

Am Montag nach meinem Lauf in Rodheim war ich noch sehr zuversichtlich. Das vorgesehene Trainingsprogramm wurde eingehalten. Zunächst 10 Minuten Laufen in einem moderaten Tempo von ca. 7 Min/km. Dann folgten 2 Minuten in einem schnelleren Tempo von etwa 5 Min/km und am Ende 2 Minuten Gehpause. Das Ganze wurde dann vier Mal wiederholt.

Dienstags verspürte ich schon eine leichte Müdigkeit, die sich am Mittwoch fortsetzte. Daher ließ ich das geplante Programm mit längeren Läufen ausfallen. Eine ausgiebige Laufkoordination ist ja auch nie verkehrt. Und zum Abschluss noch zwei Bergläufe rundeten das Ganze ab.

Am Donnerstag war ich mir schon sicher, dass ich den geplanten „Hugo-Wenninger-Lauf“ ausfallen lassen würde. Dafür fehlten mir eindeutig die Form und die Kraft. Die letzten Wochen hatten ihren Tribut gefordert und man soll ja auf seinen Körper hören. Und der sagte mir ganz klar, – mach mal Pause!

Also beherzigte ich seinen Rat und ging nicht zum Wettkampf. Das Wochenende war zum Ausruhen da. Doch am Montag wollte ich schon wieder mit dem Vorbereitungsprogramm für längere Läufe beginnen. Das Wetter spielte mit und obwohl es mir eigentlich nicht so gut ging, wollte ich in moderatem Tempo einen einstündigen Lauf machen.

Leider kam dabei nicht viel heraus. Der Kopf war müde und die Beine auch. Hatte ich mittags zu viel gegessen? Oder hatte ich nach dem Essen nicht lange genug gewartet und war zu früh los gelaufen? Oder war mein Körper immer noch nicht bereit für das neue Programm? Wahrscheinlich war es von allem etwas.

Auf jeden Fall war ein Durchlaufen, auch bei geringem Tempo, nicht möglich. Immer wieder machte ich Gehpausen oder blieb einfach stehen. Mir fehlte die Kraft und die Motivation mich durchzubeißen. Am Ende hatte ich einen schönen Rundkurs entdeckt, aber das Laufen hatte ich nicht genießen können. Außerdem rebellierte mein Magen. Vielleicht kam meine Schwäche ja auch von ihm.

Insgesamt war ich 58 Minuten an der frischen Luft gewesen, war dabei 7,4 Kilometer gelaufen und gegangen und war anschließend völlig kaputt. Vielleicht sollte ich doch mal eine längere Pause machen, meinen Körper schonen und den Kopf frei bekommen. Schließlich hatte ich ja dieses Jahr einige sportliche Höhepunkte erleben dürfen, die ich einfach genießen sollte.

Und vielleicht habe ich ja doch noch die Chance, an dem einen oder anderen Langlauf in diesem Jahr teilzunehmen. Ich weiß es jetzt noch nicht, also warten wir es einfach mal ab. Schließlich ist ja noch ein knappes Viertel Jahr Zeit bis Silvester. Und ein Silvesterlauf würde mich ja schon reizen! 🙂

Eines steht allerdings schon jetzt fest. Beim Frankfurt Marathon am 25. Oktober werden meine Frau und ich als Helfer an der Verpflegungsstelle vom „ORGA-TEAM Lauftreff Bruchköbel“ tätig sein und somit dieses Großereignis an vorderster Stelle erleben können.

Kommentare zu: "58. Ist der Kopf müde, spielt auch der Körper nicht mit!" (1)

  1. […] bisschen. Das Ganze hängt natürlich auch damit zusammen, dass eben sportlich, die Luft raus war (siehe 58 – Ist der Kopf müde […]

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