Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

Mallorca 064-7.3.Der Sonntag war Anreisetag, am Montag sollte endlich gelaufen werden. Alle Teilnehmer standen in den Startlöchern und konnten es kaum erwarten, dass es los geht. Vor der ersten Laufeinheit wurden aber erst einmal die Testuhren von Polar ausgegeben. Es handelte sich um die Modelle M400 und V800 mit Brustgurt für die Herzfrequenzmessung. Ebenso konnten die Sportbrillen von Sziol getestet werden. Eine Sportbrille mit meiner Sehstärke hatte ich mir bereits von VM gekauft. Bei den Laufuhren von Polar hatte mich für die M400 entschieden.

(die Bilder zum Vergrößern anklicken)

Das Wetter zeigte sich immer noch nicht von seiner besten Seite. Aber zum Laufen war es sehr angenehm. Am Morgen stand zunächst ein lockerer Dauerlauf zum Aufwärmen auf dem Programm. Natürlich waren die Leistungsstärken der einzelnen Teilnehmer sehr unterschiedlich. Deshalb wurden wir in Leistungsgruppen eingeteilt, damit die Schnellsten nicht unterfordert und die Langsamsten nicht überfordert wurden. Angefangen von ca. 4:30 Min/km bis über 7:30 Min/km reichte die Leistungsdichte.

erste Einweisung

erste Einweisung

Diese Zeitangaben waren gedacht, um einen lockeren Dauerlauf (DL1) problemlos laufen zu können. Das bedeutet, dass man beim Laufen sich noch mit einem anderen Teilnehmer gut unterhalten kann. Als ziemlicher Anfänger reihte ich mich in die Gruppe derer ein, die 7 Min/km Laufen würden. In dieser Gruppe fanden sich zunächst weitere vier Läufer ein und jede Gruppe wurde von einem Laufcoach betreut, der die Pace vorgab.

Die erste Laufeinheit sollte ca. 30 – 45 Minuten dauern und führte am Strand entlang. Unsere Gruppe drehte nach ca. 2,8 km um und lief wieder zurück zum Hotel. Insgesamt wurden daraus 5,67 km in einer Zeit von 39:52 Minuten. Die Pace wurde mit 7:01 Min/km exakt eingehalten. Die schnelleren Gruppen waren in ähnlicher Zeit logischerweise deutlich weiter gelaufen.

Strandlauf

Strandlauf

Ich hatte zum Vergleich zusätzlich zu der Polar M400 Testuhr meine alte TomTom Runner GPS-Watch getragen. Bei der gelaufenen Strecke und der angezeigten Pace waren die Abweichungen nur marginal. Lediglich bei der GPS-Suche war die Polar ganz klar im Vorteil. Sie fand das Signal in relativ kurzer Zeit, die TomTom brauchte mindestens die doppelte Zeit. Das sollte sich die ganze Woche über bestätigen. Also ein klarer Pluspunkt für die Polar.

Am Strand vor dem Hotel fanden sich dann alle Gruppen wieder ein. Jetzt erhielten wir von Carsten Eich wertvolle Tipps, wie man nach einer Belastung die Muskeln richtig dehnt, damit es zu keinem Muskelkater kommt.

Die verlorenen Kohlenhydrate wurden am Mittag am Pastabuffet wieder aufgefüllt. Danach gab es einen Vortrag von Carsten Eich „Running Basics“. Ausführlicher möchte ich darauf aber nicht eingehen. Diese Informationen kann sich jeder holen, wenn er selbst einmal ein solches Camp besucht.

Am Nachmittag gab es die nächste Laufeinheit. 45 – 60 Minuten Fahrtspiel. Das sollte kein Problem werden, – dachte ich! Aber es kam anders. Das Fahrtspiel wie ich es kenne wird zwar auch mit unterschiedlichem Tempo gelaufen, aber vor allem auf unterschiedlichem Untergrund – Asphalt, Wiese, Wald, Sand etc. und es geht sowohl bergauf als auch bergab, aber immer noch in einem moderaten Tempo.

Fahrtspiel

Fahrtspiel

Hier ging es hauptsächlich um Tempo. Ein Kilometer wurde langsam zum Aufwärmen gelaufen, dann folgte eine Minute ein verschärftes Tempo mit deutlich unter 5:00 Min/km (auf meiner Uhr standen als max. Geschwindigkeit 4:33 Min/km). Dann folgte wieder ca. ein Kilometer langsam (immer noch unter 7:00 Min/km) und dann wieder eine Minute schnell. Da merkte ich, es geht mir an die Substanz. Das würde nicht durchhalten. Mein Magen begann zu rebellieren.

Mit meinem Laufcoach an der Seite nahmen wir eine Abkürzung zurück zum Hotel. Aber auch hier war die Pace immer noch unter 7 Minuten. Am Hotel angekommen standen auf der Uhr trotzdem für mich beachtliche 5,84 km mit einer durchschnittlichen Pace von 6:45 Min/km, das Ganze in 39:27 Minuten. So zwei Einheiten an einem Tag hatte ich bisher noch nicht durchgeführt. Ich war ziemlich am Ende.

Am nächsten Morgen besprach ich meine Situation mit Carsten Eich. Er empfahl mir dringend einen Tag Regeneration einzulegen. Natürlich hielt ich mich daran, denn alles andere hätte keinen Sinn gemacht. Außerdem merkte ich selbst, dass es einfach nicht ging. Scheinbar hat mein Körper auch noch nicht richtig das viele Antibiotika vom letzten Jahr verarbeitet, als ich mit dem Helicobacter zu kämpfen hatte.

2016-03-08 39208IMG_4730Die anderen Teilnehmer weglaufen zu sehen, war erst einmal ziemlich hart. Ausgerechnet an dem Tag war auch noch das Wetter richtig schön. Es war zwar kalt, aber sonnig.  Aber ich dachte daran, dass ich am Mittwoch unbedingt den Berglauf mitmachen wollte. Und dafür musste ich mich schonen. Schließlich schwärmten alle davon, dass der Berglauf ein besonderes Highlight dieser Veranstaltung sei (viele waren nicht zum ersten Mal dabei).

Also verbrachte ich den Dienstag ohne Laufen, nur mit einem langen Spaziergang am Strand und einem Vortrag über Training und Ernährung. Am Nachmittag eine Stunde schlafen tat mir dann auch richtig gut. Am meisten habe ich bedauert, bei den Koordinationsübungen nicht mitmachen zu können. Denn hier hätte ich den anderen einmal zeigen können, was bei uns in der Leichtathletik zum Alltag gehört.

In meinem nächsten Beitrag schreibe ich über den berüchtigten Berglauf und wie ich ihn  erlebt und überlebt habe.

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Kommentare zu: "13.16 – Laufcamp mit Carsten Eich auf Mallorca – Teil 2" (3)

  1. Was für ein Himmel, was für Licht.
    Ich freue mich mit dir und wünsche viel Erfolg weiterhin.

    Gefällt 1 Person

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