Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

2015-08-09 35176IMG_1631Dein Körper sendet dir die richtigen Signale. Er sagt dir, ob du dich ausruhen sollst oder ob du zu Höchstleistungen bereit bist. Auch zeigt er dir überdeutlich, wenn du krank bist. Dann heißt es, Auszeit!

Bekannter weise hatte mir mein Körper vor drei Wochen eindeutig signalisiert, dass ich beim SportScheck-Lauf in Frankfurt nicht teilnehmen darf; es hieß also: Auszeit. Auch wenn ich es zunächst nicht wahr haben wollte, fand ich mich notgedrungen damit ab. Auskurieren und Geduld waren dann die Devise.

Also  machte ich eine ganze Woche lang gar nichts, außer Ausruhen, viel Schlafen und den Körper regenerieren lassen. Die Regenerationswoche lt. Trainingsplan war zwar anders gedacht, aber es läuft eben nicht alles nach Plan, schon gar nicht, wenn der Körper nicht mitspielt.

Nach dieser Ruhewoche fühlte ich mich schon viel besser. Sonntag und Montag ging es richtig aufwärts. Am Dienstag sollte ein lockerer 6-km-Lauf folgen. Da wollte ich dann wieder in meinen Trainingsplan einsteigen. Doch ausgerechnet an diesem Dienstag fühlte ich mich wieder schwach. Also doch kein Lauf! Sollte ich noch eine Woche dran hängen müssen? Ich ließ es einfach auf mich zukommen.

Aber bereits ein Tag später hatte ich wieder den nötigen Drive, um in meine Sportklamotten zu steigen. Locker angehen lassen war die Devise. Mal sehen, was geht und wieviel überhaupt geht. Kein Zwang die 6km laufen zu müssen, sondern nur so viel, dass ich mich dabei gut fühle.

Es wurden dann auch nur 4,4 km und die mit zwei Gehpausen, vor allem an Steigungen. Der Anfang war zumindest gemacht und ich war froh, wieder einmal gelaufen zu sein. Am Abend trafen wir uns noch einmal im Stadion. Laufen wollte ich nicht mehr, sondern ich nutzte die Zeit, um ein ausgiebiges Stabilitätsprogramm zu machen.

Es folgte ein Ruhetag und dann ließ ich am Freitag einen 5er folgen, der mir schon viel leichter fiel als der 4er vom Mittwoch. Am Samstag sollte lt. Plan der erste 10er Trainingslauf stattfinden. Aber so weit war ich jetzt doch noch nicht. Das spürte ich einfach.

Dafür schwang ich mich wieder einmal auf mein Rad und strampelte mir die restliche Erkältung aus den Beinen. Über 41 km ging es über die „Hohe Straße“ bis Frankfurt und am Main entlang zurück. In 2:08 Stunden bei herrlichem Fahrradwetter viel Sauerstoff tanken tat unglaublich gut. Und zwar so gut, dass ich am Sonntagabend noch einmal die Laufschuhe schnürte und meinen nächsten 6er lief. Nach meinem Gefühl war das besser, als sich eventuell über einen 10er zu quälen. Ich nehme an, mein „Ferncoach“ stimmt mir zu.

Und seit letzter Woche bin ich wieder im Plan, wenn auch knapp zwei Wochen fehlen. Deshalb denke ich, dass es mit dem ersten 10er Wettkampf nicht wie geplant am 02. oder 03.07. klappen wird. Doch warten wir mal ab, wie sich die letzten beiden Wochen des Plans gestalten werden.

Letzte Woche also waren ein 6 km DL1, das erste 5 km Fahrtspiel und am Samstag dann wieder der erste 10er Trainingslauf auf dem Plan. Es wurden 6,4 km DL2, 55 Minuten Krafttraining und ein 5 km Fahrtspiel. Darin waren enthalten, 6 x 100 m Tempo, 3 x 200 m Tempo und vier Tempobergläufe über ca. 90 m mit 2 km Ein- und 1 km Auslaufen.

Wie der Samstag verlief und ob ich den  ersten 10er Trainingslauf hinter mich gebracht habe, das erfahrt ihr in meinem nächsten Beitrag. Ich kann euch aber schon versprechen, das gesamte Wochenende war spannend.

Dehnübungen

Dehnübungen 1

Dehnen nach dem Lauf

Dehnübungen 2

Das sind aber nur zwei von vielen!

Kommentare zu: "23.16 – Die richtigen Signale und ein Trainingsbericht" (5)

  1. Marcel Jaber schrieb:

    Ich habe sowieso eine kritische Meinung was übertriebene Ausdauersportarten angeht, da es nicht optimal für den Hormonhaushalt ist (beim Mann). Und Sie sind ja etwas älter, deswegen schätze ich mal das Ihnen eine Hormonoptimierung gut tuen würde…falls Sie dies nicht schon gemacht haben.

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    • Jeder hat seine eigene Meinung und die respektiere ich auch. Wenn Sie ohne Sport glücklicher sind, ist das Ihre Sache und für mich ok. Ich werde Ihnen da keine Vorschriften machen.

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  2. […] meinen ersten 10-km-Trainingslauf nicht gemacht habe. Sonst hätte ich in meinem letzten Beitrag (Nr. 23.16) nicht so ein Geheimnis daraus gemacht. Die Frage ist nur, […]

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  3. Es war mit Sicherheit die bessere Wahl. Ab und zu braucht man eine Auszeit und es ist doch schön, wenn der Körper die richtigen Signale sendet und wir sie auch Verstehen bzw. zuhören. Hat sich ja letztlich wie man lesen kann auch ausgezahlt.

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