Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

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Eigentlich wollte ich heute wieder anfangen zu laufen. Nach zwei Wochen Laufpause sollte es heute mit einem lockeren 6-km-Lauf weiter gehen, … eigentlich!

2016 war für mich eindeutig das Jahr des Laufens. Dank GPS-Sportuhren kann jeder seine sportlichen Aktivitäten exakt aufzeichnen. So kam ich also bis nach meinem vierten 10-km-Wettbewerb, dem Hugenottenlauf in Neu-Isenburg am 18. September auf (wohlgemerkt nur für mich) unglaubliche 589 Laufkilometer.

Darin enthalten waren insgesamt zehn Wettkämpfe: über 5.000 (3), 6.000 (1), 8.200 (1), 8.600 (1) Meter und letztendlich mein Ziel für dieses Jahr, den ersten 10-km-Lauf. Dieser erste 10er war am 03.07. beim Barbarossalauf in Erlenbach und der vorerst letzte und vierte in Neu-Isenburg. Mein fünfter sollte eine Woche später in Rodheim folgen, … eigentlich!

Drei Tage nach dem Hugenottenlauf nutzte ich das schöne Wetter für eine entspannte Fahrradtour über 25 km. Sollte als Ausgleich dienen für die stark belastete Muskulatur vom Laufen, war es letztendlich auch. Abends ging es dann noch ins Stadion zum Lauf-ABC mit 1,6 km Einlaufen und 800 Metern Auslaufen. Doch danach war der Akku restlos leer.

Jetzt wusste ich, am Sonntag in Rodheim kann ich unmöglich meinen fünften 10er laufen. Auch die Überlegung, dort nur die 5 km zu laufen, ließ ich fallen. Es wäre zwar schön gewesen, den Vergleich zum letzten Jahr zu bekommen. Denn dort lief ich meine bisherige und immer noch stehende Bestzeit von 30:35 Min/km über diese Distanz. Aber die Vernunft siegte, ich brauchte dringend eine Pause.

Was heißt jetzt aber Pause? Da wir schon geplant hatten, in der darauf folgenden Woche unsere Wohnung zu streichen, entschloss ich mich spontan, sofort am Freitag damit anzufangen. Je früher, desto besser und desto schneller wären wir fertig. Und so zogen wir es durch. Vier Tage Wände und Decken streichen – für jemand ohne Übung wie mich eine Herausforderung!

Und vier Tage Training der etwas anderen Art, es wurde daraus ein Treppen- oder besser gesagt Leitertraining. Denn für drei Meter hohe Decken braucht man auch eine entsprechend große Leiter. Und ich weiß nicht, wie oft ich diese Leiter hoch und wieder runter gestiegen bin.

Kurz gesagt, nach den vier Tagen spürte ich überwiegend meine Hüfte. Die Arme und die Beine waren nicht das große Problem, aber die Hüfte tat mir richtig weh. Das lag natürlich in erster Linie an dem ungewohnten Bewegungsablauf des Streichens und außerdem steckten mit Sicherheit auch noch die vielen Kilometer der letzten Wochen drin, die hauptsächlich über Asphalt gingen und dementsprechend die Hüfte stauchten.

Was hilft da besser als ein Besuch in einer Therme! Warmes Wasser, gemütliches Schwimmen und ein paar Saunagänge sollten doch die richtige Medizin sein. So war es dann auch. Einen Tag später lockte das Wetter noch einmal, das Fahrrad aus dem Keller zu holen. Wir wollten uns bei Freunden treffen und so beschloss ich mit dem Rad zu fahren und mit meiner Frau mit dem Auto wieder zurück. Das Rad würde ich später abholen.

Es sollte eigentlich eine gemütliche Tour werden, … eigentlich! Die Sonne schien bei 25 Grad und los ging´s. Schon nach den ersten Kilometern spürte ich heftigen Gegenwind. Doch wenn ich gedacht hatte, das würde sich ändern, hatte ich mich getäuscht. Es war zwar warm, aber auf der gesamten Strecke von ca. 20 Kilometern blies mir der Wind zum Teil heftig ins Gesicht. Diese Fahrt war zwar richtig anstrengend gewesen, aber meiner Hüfte hatte sie offensichtlich gut getan. Nur beim Kegeln am Abend spürte ich noch einen leichten Schmerz.

Gestern gingen wir dann noch einmal ins Schwimmbad. Schließlich musste ich noch, um das Sportabzeichen abzuschließen, die Kategorie Schnelligkeit erfüllen. Für Gold hätte ich die 25-m-Bahn in 28,5 Sekunden schwimmen müssen. Eigentlich dachte ich diese Zeit erreichen zu können. Es reichte aber nicht ganz, lediglich 30,33 Sekunden standen am Ende auf der Uhr; das reichte aber immerhin für Silber in dieser Kategorie.

Eigentlich hätte ich es noch einmal versuchen können, ließ es aber dabei bewenden. Schließlich war ich schon einige Bahnen zügig geschwommen und die Radtour vom Vortag steckte auch noch in den Knochen. Für Brustschwimmen war ich mit dem Ergebnis außerdem ganz zufrieden und ich wollte es nur noch abschließen. Nur zu wissen, dass es schneller geht reichte mir schon (alleine ein Sprung vom Startblock würde die zwei Sekunden ausmachen). Doch dazu konnte ich mich nicht mehr aufraffen. Drei Mal Gold in den Kategorien und einmal Silber reichen trotzdem für ein insgesamt goldenes Sportabzeichen.

Dementsprechend bin ich heute doch wieder ziemlich platt und der eigentlich geplante 6-km-Trainingslauf wird auf Montag verschoben. Dann habe ich wieder zwei Wochen Zeit, um mich auf meinen fünften 10-km-Wettkampf vorzubereiten. Den will ich jetzt endgültig beim Offenbacher Mainuferlauf am 16.10. durchführen.

Darüber werde ich dann beim nächsten Mal berichten. Bis dahin bleibt sportlich und vor allem gesund und verletzungsfrei!

Jetzt folgen noch ein paar Impressionen von meiner Radtour letzte Woche. Da nahm ich mir noch die Zeit für ein paar schöne Aufnahmen bei herbstlich klarem, blauen Himmel. Die Bilder wie immer zum Vergrößern nur anklicken.

 

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Selfie!

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Kommentare zu: "36.16 Eigentlich …" (5)

  1. Wanda Breitenbach schrieb:

    EIGENTLICH war das Streichen unserer Wohnung schon lange überfällig und deshalb bin ich mehr als froh, dass wir dieses Vorhaben nun abhaken können…und uns beide guten Gewissens Dingen zuwenden, die uns jeweils EIGENTLICH mehr Spaß machen 😜.
    Vielen Dank für deinen Einsatz, denn ich weiß EIGENTLICH hasst du Streichen ganz besonders….😘😘😘😘

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  2. Was immer eigentlich so auf der Tagesordnung steht… Dafür hattest du aber doch ein ordentliches Programm und der Lauf ist damit ja quasi absolut abgegolten 😉

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  3. Oh, ich vergaß jetzt: Herzlichen Glückwunsch zu dieser Schwimmzeit! Immer Silber, das muss man auch erst einmal leisten. Auch wenn du dir etwas anderes vorgestellt hast.

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    • Vielen Dank Din! Insgesamt hat es ja zu Gold gereicht; das war mir wichtig. Sonst hätte ich es an einem anderen Tag noch einmal versucht 🙂 Grüße nach Berlin!

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