Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

Finishermedaille

Finishermedaille

Wenn andere noch intensiv für ihren Marathon im Herbst trainieren oder sich auf ihren großen Auftritt bei einem 10-km-Wettkampf vorbereiten, lasse ich es jetzt langsam ausklingen. Vielleicht aber auch erst nach meinem geplanten 10-km-Lauf in Offenbach am 16. Oktober. Werde ich teilnehmen oder nicht? Das entscheidet einzig und alleine mein Körper, speziell mein rechter Fuß und nicht mein Kopf. Denn der würde ja schon gerne.

Mein Fuß ist nämlich derzeit derjenige der sagt, mach mal langsam, ich komme nicht mehr mit. Die letzte Woche hatte ich ein anstrengendes Trainingsprogramm. Montag 6 km DL1, Mittwoch Tempoläufe (8 x über 500 m mit jeweils 500 m Trabpause, dazu 2 km Ein- und 1,1 km Auslaufen, also insgesamt 10,6 km Laufen). Freitag noch einmal 10 km DL1. Wobei ich aber sagen muss, dass ich dabei keinerlei Probleme hatte.

Aber am Abend zog es mir an der Innenseite des rechten Fußes. Sicher eine Reizung und Überanstrengung, wird schon wieder weg gehen, dachte ich. Ich rieb mir die Stelle mit einem Gel aus Allgäuer Latschen Kiefer ein. Hat mir bisher immer gut geholfen. Doch am nächsten Morgen waren die Schmerzen wieder da. Ich konnte zunächst nicht richtig auftreten. Aber mit der Zeit wurde es wieder besser bis ich gar nichts mehr spürte. Also, alles wieder gut?

Nein, am nächsten Morgen das gleiche, zuerst Schmerzen, dann wurde es im Laufe des Tages besser. Also habe ich heute meinen geplanten Trainingslauf über 6 km ausfallen lassen. Und aus jetziger Sicht werde ich auch am Sonntag in Offenbach (schweren Herzens) nicht laufen. Ich denke, das wird mir und vor allem meinem Fuß gut tun, ebenso meiner Hüfte, die sich auch noch ab und an meldet. Das heißt einfach, mein Körper verlangt nach Ruhe und Regeneration. Und die soll er auch bekommen, nur etwas früher als ursprünglich geplant.

Vor meiner ersten Augen-OP (Grauer Star) Ende Oktober wollte ich noch den nächsten 10er laufen. Denn danach ist erst einmal Schluss mit Anstrengungen jeglicher Art. Anfang November kommt das andere Auge dran, also wieder Pause. Dazwischen sind höchstens kleine, lockere Einheiten möglich. Und Anfang Dezember folgt eine weitere Zwangspause.

Also werde ich die Zeit jetzt nutzen, um meinem Körper die nötige Ruhe zu gönnen, die er scheinbar dringend braucht. Danach kann ich dann (hoffentlich) wieder richtig durchstarten. Zum Silvesterlauf in Rodenbach möchte ich wieder fit sein. Und dann möchte ich das nächste Jahr noch erfolgreicher gestalten können, als es dieses Jahr schon gewesen ist und von dem ich zuvor nicht geglaubt hätte, dass es so sein würde. Und ja, ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich bisher erreicht habe.

Ein Rückblick:

Am 15.06.2015 fing ich mit meinem ersten Training für Langläufe an (hier erst einmal für 5 km). Die Aufgabe hieß damals: 5 x 7 Minuten Laufen mit jeweils 1 Minute Gehpause. Ich weiß noch genau, wie schwer es mir fiel, sieben Minuten am Stück zu laufen. Also wurden es beim ersten Mal anstelle von fünf Mal nur vier Mal sieben Minuten.

So steigerten sich die Laufeinheiten von Woche zu Woche und es lief immer besser. Bereits Ende der dritten Woche standen 3 x 15 Minuten auf dem Programm. Und bereits am 22.07.15 lief ich 37 Minuten an einem Stück! Ich konnte es selbst kaum glauben. Deshalb nahm ich auch am 09.08.15 an meinem ersten 5-km-Wettkampf in Karben teil. Es folgten im September noch zwei weitere. Danach gab es wieder Rückschläge (Magenprobleme), die mich völlig aus dem Rhythmus brachten und erst mit dem Silvesterlauf in Rodenbach kam ich so langsam wieder in die Gänge.

Jedoch lief es von da an wirklich gut. Drei bis vier Trainingseinheiten die Woche waren normal. Im März ging es zum Running Camp mit Carsten Eich. Danach folgte das Training über 16 Wochen für den ersten 10-km-Lauf. Dazwischen gab es nur eine Woche Ausfall wegen Erkältung.

Nach der erfolgreichen Teilnahme des ersten 10er ging ich gleich dazu über, in den nächsten  Trainingsplan einzusteigen: in 16 Wochen zu 10 Kilometern unter 60 Minuten. Die ersten sechs Wochen konnte ich noch planmäßig gestalten. Doch dann kam aus verschiedenen Gründen einiges durcheinander.

Es gibt schließlich auch andere wichtige Dinge im Leben. Außerdem fanden Wettkämpfe statt, die ich gerne mitnehmen wollte. Und so kam ich tatsächlich bis heute auf insgesamt vier 10er und noch weitere sechs auf diversen kürzeren Strecken. Meine Laufdistanz in diesem Jahr beträgt bis heute ca. 620 Kilometer (Training und Wettkampf). Die stärksten Monate waren der März (92 km), der Juli (85 km) und der August (90 km).

Die zurück gelegten Strecken beim Schwimmen und auf dem Fahrrad habe ich nicht ermittelt. Ist auf jeden Fall nicht so viel, wie im letzten Jahr, aber auch nicht zu verachten. Ferner mussten ja auch noch vier Disziplinen für das Deutsche Olympische Sportabzeichen erfolgreich absolviert werden. Wenn ich mir nun dieses Programm des ganzen Jahres einmal Revue passieren lasse, denke ich, dass sich mein Körper die geplante Ruhepause sehr wohl verdient hat.

ICH bin auf jeden Fall mit meinen Leistungen sehr zufrieden (nach gerade mal etwas mehr als einem Jahr Langstreckentraining) und das ist doch das Wichtigste! Frisch und ausgeruht werde ich dann nach den erfolgreichen Augen-OP´s neuen Aufgaben entgegen sehen und den nötigen Elan dafür mitbringen.

Neue Ziele sind schon vorprogrammiert. In 2017 will ich den 10er unter 60 Minuten und meinen ersten Halbmarathon laufen. Und, vielleicht schaffe ich es ja tatsächlich, einen kleinen Triathlon zu finishen. Das muss aber jetzt nicht unbedingt sein, aber schön wäre es!

Das sind nun ambitionierte Ziele? Mag sein! Aber wie lautet mein Wahlspruch: Sport kennt kein Alter! Da kommt jetzt noch ein weiterer hinzu: Ziele sind Magneten, sie ziehen Erfolge an! Habe ich irgendwo gelesen und dieser Spruch gefällt mir besonders gut. Deshalb halte ich mich daran.

Dann bis zum nächsten Mal, bleibt sportlich und vor allem gesund und verletzungsfrei! Ich melde mich wieder hier auf meinem Blog für alle, die Interesse daran haben, wie es bei mir weiter geht.

In meinem nächsten Beitrag zeige ich euch einmal, was ich in 1972 (da waren viele von euch noch gar nicht geboren!) gemacht habe. Denn ich sammelte damals schon meine ersten Medaillen!

Jetzt noch ein paar Erinnerungsfotos der letzten 12 Monate.

Vor dem ersten 5er in Karben.

Vor dem ersten 5er in Karben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vater mit Tochter!

Vater mit Tochter!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hanauer Stadtlauf 2015

Hanauer Stadtlauf 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bestzeit in Rodheim bis heute.

Bestzeit in Rodheim bis heute.

 

 

 

 

 

 

 

Silvesterlauf Rodenbach 2015

Silvesterlauf Rodenbach 2015

 

 

 

 

 

 

 

Running Camp mit Carsten Eich März 2016

Running Camp mit Carsten Eich März 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lauf "Rund um den Winterstein"

Lauf „Rund um den Winterstein“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mainuferlauf

Mainuferlauf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

sagt alles!

sagt alles!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

den ersten 10er erfolgreich beendet

den ersten 10er erfolgreich beendet

 

 

 

 

 

 

 

Bruchköbeler Stadtlauf

Bruchköbeler Stadtlauf

 

 

 

 

 

 

 

Hanauer Stadtlauf 2016

Hanauer Stadtlauf 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hugenottenlauf, der vorerst letzte 10er

Hugenottenlauf, der vorerst letzte 10er

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare zu: "37.16 – Rückblick und Ausblick" (8)

  1. Zufriedenheit ist von hohem Stellenwert.
    Beste Grüße vom Gärtnergatten und von mir.

    Gefällt 2 Personen

  2. Christian schrieb:

    Hallo Robert,

    schöner Bericht und vor allem tolle Leistungen die du da in diesem Jahr abgeliefert hast.
    Für deine Augen-OP wünsche ich dir alles Gute. Wir sehen uns in Frankfurt! 🙂

    SG der Tiroler
    Christian

    Gefällt mir

  3. Ich drücke dir all Daumen, dass sich der Zustand deines Fußes bald bessert! Auch wenn es vielleicht nicht für das Wochenende reicht. Falls du aber doch an den Start gehst, dann wünsche ich dir alles Gute.

    Ich finde deine Pläne doch sehr realistisch. Ich glaube auch, dass die anderen Sportarten, die du für ein Triathlon trainierst, dich sicher auch in deiner Laufleistung weiterbringen werden. In jedem Fall klingt das alles sehr spannend.

    Gefällt 1 Person

    • Vielen Dank Din! Ich freue mich, dass du das alles so siehst. Nachdem ich mich jetzt dazu entschieden habe, am Sonntag nicht zu laufen, zu 90%! :-), bin ich auch wieder etwas entspannter. Ja, ich brauche etwas Ruhe.
      Zumindest freue ich mich schon auf das kommende Jahr mit all seinen bevorstehenden Highlights! Meinen ersten Halbmarathon will ich, wenn möglich, in einer größeren Stadt laufen, evtl. sogar in Berlin. Das kommt auf das zeitliche Timing an. Warten wir´s mal ab!
      Beste Grüße

      Gefällt 1 Person

      • Hallo Robert, prima. Es ist nie verkehrt, auf seinen Körper zu hören. Lasse es dir gut gehen.

        Für Ruhe ist die Off-Season auch da und du hast sie dir nach all deinen Erlebnissen wirklich verdient.

        Viel Spaß bei der genauen Planung.

        Gefällt 1 Person

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