Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

Urkunde

… noch nicht. Aber, es fällt SEHR schwer, sich immer wieder selbst zu motivieren, wenn man derzeit gar nicht laufen kann.

Das Wetter wird immer besser, die Sonne schickt schon wärmende Strahlen und die Läuferschar, die einem bei einem Spaziergang begegnet, wird immer größer. Wie soll man damit umgehen?

In meinen letzten Beitrag (11.17) hatte ich von mindestens zwei Wochen Laufpause gesprochen und dass mein Trainingscamp auf Mallorca gefährdet sei. Inzwischen bin ich drei komplette Wochen ohne einen einzigen Lauf und so schnell wird es auch keinen geben. Und Mallorca habe ich inzwischen auch storniert.

Die Laufklamotten liegen ungenutzt im Schrank und warten auf bessere Zeiten. Die Campteilnehmer auf Mallorca haben herrlichstes Wetter (im Gegensatz zu vorigem Jahr) und es fällt schwer, sich die veröffentlichten Bilder auf Facebook anzusehen. Trotzdem gönne ich allen ihren Spaß.

Die Knieprobleme nach meinem letzten Lauf sind leider nicht viel besser geworden. Mein Osteopath konnte mir bisher nicht weiterhelfen. Er vermutet, dass außer der Bänder- und Sehnenreizung noch der Meniskus in Mitleidenschaft gezogen sein könnte.

Das muss aber jetzt ein Orthopäde feststellen, den ich endlich nächsten Dienstag aufsuchen werde. Hier einen Termin zu bekommen, ist ja auch nicht gerade einfach. Vielleicht muss auch noch ein MRT gemacht werden, um endgültige Gewissheit über die Ursachen der Probleme zu bekommen.

So demotiviert wie ich war, fiel es mir in den letzten Wochen sogar schwer, mich zu alternativem Training aufraffen. Es war mir alles egal. Meine Ziele sind schließlich in so weite Ferne gerückt, dass ich das 1. Halbjahr schon komplett abgehakt habe.

Nun hatte mein Freund und Sportskollege Mitte März Geburtstag. Da er zu der Zeit Urlaub hatte, habe ich mich mit ihm vergangene Woche zum Stabitraining verabredet, um ihm sein Geschenk zu übergeben. Wäre nicht diese Verabredung gewesen, würde ich vermutlich heute noch kein Alternativtraining gemacht haben. Denn ich hatte nicht die geringste Lust dazu.

So zeigt sich mal wieder, wenn man jemanden hat, mit dem man sich verabredet, dann bewegt man sich auch. Und nun hoffe ich, endlich wieder die Kurve bekommen zu haben. Denn es hatte wieder Spaß gemacht. Und ich spürte, die Kraft ist noch da. Also werde ich weiter den Körper stärken, wieder mal etwas öfter Fahrrad fahren (moderat) und zum Schwimmen gehen.

Ein Erfolgserlebnis durfte ich dann doch noch genießen, die Sportlerehrung der Stadt Bruchköbel für die erfolgreiche Teilnahme an Wettkämpfen im letzten Jahr. Das war mein zweiter Platz bei den Hessischen Seniorenhallenmeisterschaften über 800 Meter.

Nur wird mir das leider im nächsten Jahr (vermutlich) nicht vergönnt sein. Erstens konnte ich dieses Jahr im Februar an diesen Wettkämpfen nicht teilnehmen und bei den nächsten, die im Mai stattfinden, werde ich vermutlich auch noch nicht wieder richtig fit sein. Da bin ich realistisch genug.

Wie es sonst weiter geht, muss ich einfach abwarten, bin aber wieder etwas hoffnungsvoller gestimmt. Meine Läuferkarriere sehe ich also noch nicht als beendet an. Viele andere mussten auch schon mit diesen oder ähnlichen Problemen fertig werden und sind erfolgreich zurückgekommen.

Ich fühle mich einerseits stark und fit und bin deshalb sicher, dass auch das Knie wieder in Ordnung kommt. Am nächsten Dienstag erhoffe ich mir durch die richtige Diagnose Klarheit von meinem Orthopäden.

Also bleibt alle sportlich, gesund und ohne Verletzungen!

Sportmedaille der Stadt Bruchköbel Vorderseite

Medaille Rückseite

Kommentare zu: "12.17 – Ich gebe nicht auf …" (8)

  1. Ach ist das blöd! Aber man will es halt auch nicht wahrhaben, dass die Gelenke halt nicht mehr mitmachen wollen – jedenfalls nicht immer. Irgendwie schiebt man den Gedanken weit weg, dass man so langsam von vielem Abschied nehmen muss …… Als ich vor 4 Jahren mein linkes Knie nicht mehr bewegen konnte, hätte ich sowieso nie gedacht, dass ich drei Monate später zum Wandern nach Südtirol fahren würde und auch nicht, dass ich immer noch lange Radtouren (ohne Unterstützung) durchziehe. Allerdings fürchte ich mich davor, irgendwann doch ein künstliches Gelenk zu benötigen und das ganze Drumherum …. Mein Mann hat grade riesige Probleme mit seinem rechten Knie und ist so „verzweifelt“ wie du, denn nicht mal mehr das Rad fahren klappt so ganz schmerzfrei. An wandern ist grade gar nicht zu denken – bei ihm. Ich habe dagegen grade Ruhe! Alles ganz schön nervend! Ich wünsche dir jedenfalls, dass du deine Träume und Ziele doch noch erreichen und verwirklichen kannst. Liebe Grüße! Sigrid

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    • Danke Sigrid für die aufmunternden Worte. Deinem Mann kann ich auch nur wünschen, dass es bald wieder besser wird. Liebe Grüße von einem Leidenden zum anderen und auch für dich alles Gute, bleib gesund und fit.

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  2. Ich drücke Dir die Daumen, lieber Robert!
    Leider ist es bei mir ähnlich. Ich musste das Nordic Walking auch fast vollständig einstellen – nach 4 Jahren. Die Hüft-OP wird nun doch bald notwendig. Aber irgendwie will ich noch nicht aufgeben und versuche es immer wieder mal.

    Ich hoffe, Dein Besuch beim Orthopäden bringt bald Klarheit für Dich und vor allem Besserung!

    Herzliche Grüße
    Sylvia

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    • Ganz herzlichen Dank liebe Sylvia!
      Ich hoffe für dich, dass du um eine OP vielleicht doch herum kommst. Aber wenn nicht, dann wird auch alles gut. Da hat man heute sehr viel Erfahrung und die Leute laufen anschließend wieder so gut wie vorher. Ich drück dir die Daumen! Alles Gute und liebe Grüße Robert

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  3. Der Beitrag klingt schon echt betrüblich. Ich habe wirklich Mitleid mit dir, denn ich weiß was es heißt bei solch schönem Wetter nicht laufen zu dürfen, können.
    Es kommen auch wieder bessere Tage. Aber man hat eben nur einen Körper und wir wollen ja auch noch ein paar Tage laufen.
    Kopf hoch. Es wird wieder 😏💪🏻

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  4. Kopf hoch, es wird wieder, ganz sicher. Ich bin da wie immer optimistisch, auch wenn es derzeit schmerzt.

    Drück dir die Daumen.

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    • Ja Christian, im Moment fällt es unheimlich schwer. Bin sehr gespannt, was morgen der Orthopäde sagt. Mit Gewissheit kann man besser umgehen. Viele Grüße

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