Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

Indoor-Cycling

Die Lage hatte sich etwas entspannt. Das Knie war weitestgehend abgeschwollen und die Schmerzen nur noch sehr gering vorhanden. Nur bei ganz bestimmten Bewegungen  spürte ich noch ein leichtes Ziehen.

Am 08.03.17 hatte ich also meinen letzten Dauerlauf über 8 km absolvieren können. Danach ging bekannter Weise nichts mehr. Es folgten Behandlungen bei einem Osteopathen und einem Orthopäden  und die Motivation war auf dem Nullpunkt. Denn Laufen rückte in immer weitere Ferne. Dann Ende März endlich wieder der Einstieg in ein regelmäßiges Stabitraining.

Hinzu kamen dann noch zwei Einheiten Aquajogging (eigentlich sollten es mehr werden). Dafür machte ich aber regelmäßig von meinem Hometrainer (Indoor Cycling) Gebrauch. So kamen also bis einschließlich letzten Montag folgende Tainingseinheiten zusammen, wobei ich aber immer wieder sagen muss, dass ich mich doch mehr oder weniger dazu zwingen musste:

Aquajogging: 80 Minuten

Stabis (Functional Training): 380 Minuten

Hometrainer (Indoor Cycling): 135 Min. = 52 km

Alle diese Aktivitäten wurden von mir problemlos verkraftet. War ja auch Schonprogramm.

Letzten Mittwoch nun, also gestern, wollten Hans und Tommy ins Stadion. Ob ich nicht mitkommen wolle? Und ja, ich hatte Lust dazu und freute mich drauf. Die Gelegenheit wollte ich nutzen, um meine Knie zu testen, natürlich auch im Schongang.

Hier die Durchführung: Drei Runden lockeres Einlaufen auf dem Rasen.

Fazit: wo war meine  Kondition geblieben? Unglaublich, ich war außer Atem.

Es folgten einige Übungen aus dem Lauf-ABC. Aber nur solche, die das Knie nicht belasten sollten. Das ging dann eigentlich ganz gut.

Hans und Tommy gingen anschließend an die Treppe. Das wollte ich nun meinen Knien nicht zumuten. Aber den „Hausberg“ hatte ich mir zum Testen vorgenommen. Da sich die Knie bisher nicht negativ bemerkbar gemacht hatten, wollte ich etwas für meine Kondition tun und locker ein paar Mal die Steigung erklimmen.

Die 90 Meter ging ich wirklich sehr moderat an. Am Ende standen 26:86 Sekunden auf der Stoppuhr. Langsam ging ich den Berg wieder nach unten, es folgten drei Minuten Pause, dann die zweite Sequenz. Ich schaffte es in 25:19 Sekunden, obwohl ich nicht vorhatte, schneller zu sein. Es fiel mir nur leichter als beim ersten Mal, obwohl ich schon etwas außer Atem war.

Einen hatte ich mir noch vorgenommen, durchaus auch ein bisschen schneller. Nach einer weiteren Pause von drei Minuten ging es los. Und ja, in  24:63 Sekunden war ich oben. Ich hatte mich aber nicht voll verausgabt. Denn schneller geht auf jeden Fall. Meine Bestzeit an diesem Hügel steht immerhin bei etwas mehr als 19 Sekunden.

Zufrieden über die gelungenen Läufe fuhr ich mit dem Rad nach einer lockeren Auslaufrunde und ein paar Dehnübungen wieder nach Hause.

Die Ernüchterung folgte heute Morgen. Das Problemknie, das linke, tat mir wieder weh und war auch wieder etwas dicker geworden. Schöne Sch…!!! Also ist die Entzündung immer noch nicht draußen. Nach guter Behandlung den ganzen Tag über, gingen die Schmerzen etwas zurück, die Schwellung ist aber noch nicht ganz wieder weg.

Das kleine Fünkchen Hoffnung, am 20. Mai vielleicht doch noch an den Hessischen Seniorenmeisterschaften teilzunehmen, um wenigstens einen 800-m-Lauf machen zu können, war wieder verflogen. Aber, ich hatte wenigstens wieder einmal das Gefühl gehabt, Sportler zu sein!

Hoffe, ihr seid gesund und bleibt es auch. Und bleibt beweglich, das nehme ich mir auch immer wieder vor.

Kommentare zu: "14.17 – Ein Test" (7)

  1. Sieht sehr gut aus.

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  2. Wanda Breitenbach schrieb:

    Endlich wieder Sportklamotten zum Waschen!!! Unsere Waschmaschine ist unausgelastet….

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  3. …das dauert und die Geduld wird auf die Probe gestellt!
    Weiterhin alles Gute!

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  4. Hallo Robert! Den Frust kenne ich, inzwischen auch mein Mann, der gerade total viele Probleme mit seinem Kniegelenk hat. Meines ist seit Monaten lieb und nett und macht keinerlei Probleme, aber die hatte ich ja auch schon massiv. Es ist halt manchmal zum Heulen mit den Gelenken. Wahrscheinlich brauchst du noch viel länger Geduld als dir lieb ist. Alles Gute! Liebe Grüße! Sigrid

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    • Liebe Sigrid, das mit der Geduld ist so eine Sache. Eigentlich hatte ich sie ja. Hatte mich abgefunden, dass ich Zeit brauche. Doch dann lief das Training ganz gut und schon gingen die Pferde mit mir durch :-). Und schon muss ich es büßen 😦
      Dir auch alles Gute und ein schönes WE!

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