Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

Stimmung beim Barbarossalauf

Wie ich schon in meinem Beitrag 24.17 geschrieben hatte, habe ich mich von den überall vorgestellten Trainingsplänen weitestgehend verabschiedet. Laufen, wonach einem gerade der Sinn steht, das scheint mir das geeignete Motto zu sein.

An dieses Motto habe ich mich in den letzten Wochen gehalten. Und ich hatte das Gefühl, dass mir dies gut bekommen ist. Nach dem Mai (quasi mein Einstiegsmonat nach den vielen Ausfällen verschiedener Art) mit ca. 45 Laufkilometern konnte ich den Juni auf über 70 Laufkilometer steigern. Somit kamen trotz all der widrigen Umstände im 1. Halbjahr d.J. 227 Kilometer zusammen.

Der Juli begann sehr vielversprechend. Am 02.07. fand der Barbarossalauf in Erlenbach am Main statt. Hier hatte ich im letzten Jahr meinen ersten 10-km-Wettkampf bestritten. Deshalb wollte ich unbedingt dort wieder starten. Allerdings nahm ich mir nur die 5-km-Strecke vor. Wie sich heraus stellte, war das die richtige Entscheidung gewesen.

Die zwei Runden durch die Stadt hatten mich geschafft. Dann stellte ich aber fest, dass meine Zeit von 31:10 Minuten nur knapp über meiner bisherigen Bestzeit (30:35 Min.) aus dem Jahr 2015 gelegen hatte und die Pace von 6:14 Min/km war ich im gesamten letzten Jahr nicht gelaufen. Außerdem bescherte er mir einen 4. Platz in meiner AK.

nach dem Start noch ganz entspannt

die erste Runde ist fast geschafft

 

 

 

 

 

der Zieleinlauf

und die Belohnung! 🙂

 

 

 

 

 

 

Und später stellte ich weiter fest, dass ich mit meiner Zeit beim Mainuferlauf (siehe 23.17) über 4,1 km sogar die alte Bestzeit von 6:13 Min/km eingestellt hatte. Fazit: Es scheint doch dieses Jahr bisher ganz gut zu laufen.

Nach dem Barbarossalauf folgte erst einmal eine dreiwöchige Urlaubspause. Kindersitten (von Babys kann man nicht mehr sprechen) bei unseren Enkeln in Italien waren angesagt. Doch zuvor stand Venedig auf dem Plan. Diese Stadt wollten wir uns endlich einmal ansehen. Wir waren begeistert und genossen Venezia einen ganzen Tag von früh bis spät in die Nacht.

Hier ein paar Impressionen zum neidisch werden 🙂 !

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Danach ging es weiter nach Marina di Bibbona an der Westküste von Italien, am Ligurischen Meer. Einmal wollte ich morgens um 9:00h dort laufen. Nach einer kleinen Runde von 3,6 Kilometern war Schluss. Denn bereits um diese Uhrzeit war es mir schon viel zu warm.

Außerdem wollte ich die Zeit lieber mit den Enkeln verbringen. Somit verzichtete ich in der übrigen Zeit auf Laufen und verlegte die sportlichen Aktivitäten ins Wasser. Da die Kinder lieber ins Schwimmbad gehen wollten anstatt ans Meer, nutzten wir alle jeden Tag die Gelegenheiten, unser Schwimmtraining etwas zu intensivieren. Auch die Kinder wurden dadurch immer sicherer. Natürlich blieb das Meer nicht außen vor. Nur schwimmen war kaum möglich, für die Kleinen schon gar nicht, da viel zu stürmisch.

ein fast perfekter Sonnenuntergang

unsere Enkelkinder

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Urlaub ging es heute vor einer Woche gleich ans Lauftraining. Darin enthalten waren zwei Mal 1.000-Meterläufe. Die erzielten Zeiten von 5:38 und 5:56 Minuten waren für mich überraschend gut. Es folgte am Mittwoch ein lockerer DL über 35 Minuten und 5,8 Kilometern. Am Samstag folgte der nächste über 6,1 Kilometer in 43 Minuten, wobei ich zugeben muss, dass der mir nicht ganz leicht gefallen war.

Übers Wochenende machte ich mir dann Gedanken, wie ich in drei Wochen den 10-km-Wettkampf in Bruchköbel bestreiten kann. Ja, diesen 10er in meiner Stadt will ich laufen. Gut, es sind noch drei Wochen, aber welche Vorbereitung ist die beste? Denn ohne richtige Vorbereitung wird das wohl nichts.

Also habe ich mich entschlossen, entgegen meiner ursprünglichen Aussage, doch wieder einen Trainingsplan zu Rate zu ziehen. Den habe ich schon länger in meinen Unterlagen und heißt: Wiedereinstieg in 3 Wochen zu einem 10 km Lauf.

Ist doch genau das, was ich brauche. Auch wenn er vielleicht zu ambitioniert sein sollte, ich kann ihn schließlich nach meinen Bedürfnissen anpassen. Und wenn ich mir den so anschaue, werde ich ihn mir auch anpassen müssen.

So stand für heute folgendes auf dem Plan:

2 km Einlaufen – 8 km zügiger Dauerlauf – 2 km Auslaufen!

Das wären insgesamt 12 Kilometer am Stück. Bin ich bisher noch nie gelaufen. Das soll ich schaffen? Also doch etwas ambitioniert, aber gut, ich nahm es mir für heute Morgen vor. Kleines Frühstück, viel trinken, plus einen Espresso und los ging´s.

Eine Strecke hatte ich mir im Kopf zurecht gelegt und sagte mir, ich laufe soweit oder so lange ich kann. Ich machte mir keinen Druck, wollte nur laufen, etwas für die Ausdauer tun. Meine Vorstellung war, sollte ich die Distanz schaffen, sie in ca. 1:30h zu bewältigen. Einlaufen wollte ich in einer gemütlichen Pace von ca. 8 Min/km, den DL wollte ich in 6:30 bis ca. 7:00 Min/km bewältigen und das Auslaufen wieder in ca. 8 Min/km.

Ich fühlte mich gut und lief und lief. Auf die Uhr schaute ich nur, um die Pace zu kontrollieren, nicht auf die Kilometer. Manchmal zwickte dann doch mal ein Knie; dann achtete ich wieder auf den richtigen Laufstil und siehe da, es wurde wieder besser. Nun hoffe ich, dass es so bleibt. Ab und zu mussten natürlich auch die Kilometer kontrolliert werden. Aber es war alles im grünen Bereich.

Und dann hatte ich es doch tatsächlich geschafft. Etwa 800 Meter von zu Hause war das Soll erfüllt. Ich ließ es auch dabei bewenden und ging die kurze Strecke gemächlichen Schrittes. Für die 12 Kilometer hatte ich eine Zeit von 1:29:02 gebraucht. Die Pace lag über die gesamte Distanz bei 7:25 Min/km. Nun weiß ich zumindest, dass ich auch länger laufen kann und über die 10 Kilometer muss ich mir keine unnötigen Gedanken mehr machen.

die Daten meines heutigen Laufes

die Strecke in Satellitenansicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und hier noch ein kleines Filmchen von „Relive“, eine neue APP.

 

Wie es weiter geht erfahrt ihr natürlich hier auf meiner Seite. Also dran bleiben, sportlich sein und immer fit und gesund.

Kommentare zu: "27.17 Urlaubs- und Laufreport." (17)

  1. Wanda Breitenbach schrieb:

    Das ist doch ein Sommer, der seinen Namen verdient…..nutzen wir ihn so lange er dauert!

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  2. Na, wenn das keine fantastischen Zeiten sind:-)

    Gefällt 1 Person

  3. Super Robert, weiter so!

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  4. So viel Erfreuliches und Positives in einem Beitrag; da fühle selbst ich mich — allein vom Lesen schon — belebt und beglückt.

    Finde ich echt toll, dass es so fantastisch bei Dir läuft — dass Du so fantastisch läufst. So soll es bleiben.

    Schöne Aufnahmen!

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    • Vielen herzlichen Dank für deine netten Worte! Ich freue mich besonders, wenn ich dazu beitragen konnte, dass du dich gut fühlst und Glück in dein Leben bringen konnte. Auch mir bedeutet es sehr viel, eine solche Resonanz zu erhalten. Ich hoffe aber sehr, dass du dich in deinem Urlaub auch gut erholt hast und wieder voll motiviert an deine sportlichen Aktivitäten gehst.

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  5. Hey, das klingt doch super! Die langen Läufe haben für mich immer den Vorteil, dass man (bei häufigerer Ausführung) bald ein ziemlich gutes Gespür für die eigenen Reserven bekommt. Die Strecke in der Sat-Ansicht ist verlockend, sieht sehr tauglich aus. Weiterhin viel Spaß!

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    • Vielen Dank! Ich habe gestern fest gestellt, dass sogar noch Reserven da sind, nur die Beine wollten nicht mehr. Und heute muss ich meine Knie schonen.
      Die Strecke wäre noch besser, wenn nicht so viel Asphalt dabei wäre. Aber ist schon ok. Vor allem das große Teilstück durch den Wald ist schon wegen des Schattens genial. Zurück durch die Stadt war nicht so berauschend, weil auch schon sehr heiß. Manchmal fahre ich ja mit dem Auto zum Wald, um nur dort zu laufen. Ein Rundkurs sind ca. 5 km, aber da gibt es noch sehr viele Querwege. Allerdings muss man jetzt aufpassen, dass man nicht von den Mücken gefressen wird.

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  6. Spannend, Dir zu folgen!
    Die kontinuierliche Ambition gefällt. Weiterhin viel Erfolg.

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  7. Super Robert.
    Das freut mich zu lesen 🙂 Wir sehen uns am 19.08.
    Wir freuen uns drauf

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    • Danke Katrin! Ich hoffe, wir machen schon vorher einen gemeinsamen Lauf. Allerdings bin ich derzeit morgens unterwegs. Heute früh auch eine Stunde langsamer DL. Aber am Freitag bin ich um 18:00h im Stadion, 1000-m-Tempoläufe machen. Ich versuche montags, mittwochs und freitags zu laufen. Vielleicht klappt es ja mal. 🙂
      Grüße an Holger

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  8. So eine Urlaubspause kann so gut tun und vermutlich lief der Lauf letztes Wochenende auch entsprechend gut.
    Wir könnten hier ja auch mal endlich ein wenig beständiges Sommerwetter gebrauchen. Das Hoch und Runter, die extremen Wetterumschwünge sind nicht so leicht auszuhalten…

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    • Da gebe ich dir völlig Recht. Morgen soll es hier wieder heiß werden und ab Donnerstag Regen. Na ja, was soll man machen? Wir müssen es eben so nehmen.
      Und die Urlaubspause war wohl im nachhinein betrachtet doch ganz gut. Ich bin wieder ganz gut reingekommen. Dafür bin ich sehr froh.

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