Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

Trotz Regen hatten wir Spaß!

Tatsächlich wurde ich schon gefragt, was bei mir los sei, dass ich lange keinen Bericht abgeliefert hätte. Und der nächste Satz hat mich besonders stolz gemacht: „Warte schon länger auf eine sportliche Motivation“! Wenn das kein Anreiz ist, endlich wieder mal selbst in die Tasten zu klimpern. Denn das ist es doch auch, was ich mir vorgenommen hatte, andere zu motivieren um Sport zu treiben. Und nicht nur über Erfolge, sondern auch über Rückschläge zu berichten.

Nun, Rückschläge gab es in den letzten Wochen eigentlich keine – im Gegenteil, die Höhepunkte überwogen eindeutig. Und Rückschlag kann man das ja auch nicht nennen, wenn sich die Muskulatur der Waden erst an die neuen Reize (Umstellung auf Mittel- und Vorfußlaufen) gewöhnen muss. Darüber hatte ich ja schon ausführlich geschrieben.

Aber was passierte in den drei Wochen nach dem Bruchköbeler Stadtlauf? Der war natürlich bis zu diesem Zeitpunkt das Highlight im August gewesen. Zunächst waren drei Tage Regeneration angesagt. Regenerieren ist gerade in unserem Alter äußerst wichtig. Dann kam die Lust auf ein neues Trainingsprogramm.

Im Stadion standen Tempoläufe auf dem Programm. Nach dem Einlaufen wurden Koordinationsläufe (Lauf-ABC) durchgeführt. Es folgten Tempoläufe über 1000, 800, 600, 400 und 200 Meter, genau in dieser Reihenfolge. Und so wie die Distanz abnahm, wurde das Tempo erhöht.

Das Ergebnis: 1.000 m = Pace 6:01 Min/km – 800 m = 5:45 – 600 m = 5:40 – 400 m = 4:47 und 200 m mit einer Pace von 3:38 Min/km.

Zwei Tage später sollte ein langsamer DL in ca. 1 ½ Std folgen. Daraus wurde ein 11-km-Lauf in 1:24h. Der Monat August endete dann mit insgesamt 104 Laufkilometern, so viel wie noch nie zuvor, seitdem ich vor zwei Jahren auf die Langstrecke gewechselt habe.

Training im August

 

 

 

 

 

 

 

Der September begann mit einem ruhigen DL über knapp 8 km. Dann sollte ein zeitlich langer und auch von der Distanz her mein längster Lauf folgen. Nach 13,6 km und 1:37h war ich wieder zu Hause. Ich hatte es geschafft.

Doch nachher waren meine Waden auch  geschafft. Sie beschwerten sich ganz gehörig. Ich musste pausieren, um sie wieder auf Vordermann zu bringen. Die Faszienrolle und der Ball kamen täglich regelmäßig zum Einsatz. Außerdem wollten sie gut mit einer Sportsalbe massiert werden.

meine Hilfsmittel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was folgte waren wieder ein paar Zweifel; hatte ich es wieder einmal übertrieben? Aber nein, man muss den Körper schließlich an größere Herausforderungen heran führen. Da muss er eben durch. Und ich muss mir dann eben längere Pausen gönnen. Die folgte dann natürlich auch.

Es wurde eine Woche ohne Laufen, dafür kam der Hometrainer wieder einmal zum Einsatz  und eine Stunde Stabi- und Krafttraining. Außerdem war ich durch außersportliche Aktivitäten völlig ausgelastet. Man hat ja auch noch ein Privatleben!

Meine Tochter mit Familie war zu Besuch. Nach einem langen Tag mit allen Enkelkindern wollten wir gestern Abend eigentlich wieder einmal einen gemeinsamen Lauf machen. Es sollte auch ein Test für meine Waden werden. Doch ausgerechnet da fing es an zu regnen. Aber wir hatten uns verabredet und so zogen wir los. Es würde schon wieder aufhören! Außerdem gibt es keine schlechte Kleidung.

War es der Regen oder die Motivation? Egal, ich war überrascht von der Fitness meiner Tochter, die gleich ein tolles Tempo vorlegte und nach der ersten Runde durch den Wald sofort zu einer zweiten bereit war. Es wurde eigentlich ein Tempolauf über 10,3 km in einer neuen Bestzeit (für uns beide) von 63:43 Minuten. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet.

Ok, heute spüre ich wieder meine Waden. Aber das war es wert, denn es hat so viel Spaß gemacht. Vielleicht schaffe ich es ja in zwei Wochen in Rodheim alleine, meine Bestzeit über 5 km zu unterbieten. Das sollte machbar sein, denn gestern Abend stand bei den 5 km eine 27:33 Minuten. Ich konnte es selbst nicht glauben. Ob ich die wieder erreichen kann? Das wird jedenfalls sehr schwer! In Rodheim war ich in 2015 eine Zeit von 30:36 Minuten über die 5 km gelaufen.

Am Freitag findet der Hanauer Stadtlauf statt, an dem ich auch gerne teilnehmen möchte. Hoffentlich spielen die Waden bis dahin wieder mit. Dann werde ich ihn als Trainingslauf nutzen, um eine Woche später richtig fit zu sein.

Ich werde mich bemühen, wieder regelmäßiger zu berichten. Bleibt alle sportlich und gesund! Bis spätestens nach dem Hanauer Stadtlauf!

Vater-Tochter-Lauf

Kommentare zu: "32.17 Es wird mal wieder Zeit sich zu melden!" (18)

  1. Hei! Das hört sich insgesamt ja voll super an, ich freue mich für dich, dass die positiven Sport-Erlebnisse so überwiegen. Gerade so ein Vater-Tochter-Lauf ist doch bestimmt fantastisch!

    Vielen Dank übrigens für den Tipp mit der Faszienrolle, die kommt bei mir im Moment jeden Morgen und jeden Abend zum Einsatz, um meinen Rücken schön in Form zu bringen. Mittlerweile übertreibe ich es auch nicht mehr (ich hatte beim ersten Mal ja glatt zehn Minuten damit zugebracht und mir blaue Flecken eingehandelt) – super!

    Ich freue mich schon auf weitere Berichte!

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  2. Was gibt es Schöneres als mit der Tochter zu laufen.
    Herzliche Grüße

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  3. Christian schrieb:

    Super Robert, das gefällt mir ganz gut. 🙂 Töchterchen scheint Zusatzkräfte frei gemacht zu haben! 🙂

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    • Genau so ist es Christian. Wenn man gemeinsam läuft, merkt man oft nicht, wie schnell man unterwegs ist. Schade, dass sie so weit weg wohnt, dann könnten wir öfter zusammen laufen.

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  4. Wanda Breitenbach schrieb:

    Manchmal fühlt man sich garnicht gut in Form und dann läuft es besonders gut! So war es auch bei euch beiden bei dem gestrigen Lauf.
    Es ist wirklich schade, dass du mit unserer ganz Großen selten laufen kannst…ich würde gerne jedes Mal babysitten😜

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  5. Mit Tochter an deiner Seite warst du voll motiviert! Ja, da lässt sich der Papa nicht hängen und du ja sowieso nicht! LG, Sigrid

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  6. Ein richtig runder Beitrag.
    Schön, solche Vater -Tochter -Aktivitäten!
    Dieses Reize -setzen, damit kennst du dich sicher aus, womit diese Theorie auch eine praktische Basis bekommt.

    Im Sport ist man manchmal überrascht, was trotz Vorgefühl dann tatsächlich geht.
    Ich denke, dass das Sporttreiben mit deiner Tochter ein Wörtchen bei deiner Muskulatur mitredete.Die sogenannten psychischen Einflussfaktoren!
    Gruß Gerhard

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  7. Ich kenne das, wenn man auch ab und zu mal Zeit für such braucht und nicht zum schreiben kommt. Aber umso schöner ist es dich Menschen zu haben die man mit dem Laufen und schreiben begeistert.

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