Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

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In den letzten Wochen, ja sogar Monaten habe ich mir immer wieder Gedanken darüber gemacht, ob ich das Bloggen aufgeben soll oder nicht. Deshalb war es auch in letzter Zeit ziemlich ruhig hier. Ich brauchte ein wenig Auszeit. Doch bevor ich eine endgültige Entscheidung treffe, beschreibe ich einmal, wie es überhaupt dazu kam, dass ich Blogger wurde.

Inspiriert darüber zu schreiben, wurde ich durch einen Beitrag von der Bloggerin Din, bekannt als „eiswürfelimschuh“, eine hervorragende Sportlerin, Triathletin, die es bis zum Ironman geschafft hat. https://eiswuerfelimschuh.de/2017/08/21/mein-weg-zur-triathletin-sport-bloggerin/.

Doch vor dem Bloggen stand der Sport. Wie vielen bekannt ist, habe ich erst mit 60 wieder angefangen Sport zu treiben. Zunächst sollte es das jährliche Sportabzeichen sein. Doch bald wurde daraus mehr. Durch meine Sportkameraden Hans und Thomas wurde ich animiert  auch an Kreis- und Hessischen Seniorenmeisterschaften teilzunehmen. Hierüber habe ich ja schon öfter geschrieben. Deshalb möchte ich mich nicht wiederholen.

Dazu war es aber nötig in einen Verein einzutreten, um eine Startgenehmigung zu erhalten. Also trat ich dem hiesigen Sportverein LAZ-Bruchköbel bei. Das war eine Sportgemeinschaft, die in früheren Jahren einmal aus mehreren Vereinen verschiedener Ortschaften bestand. In letzter Zeit bestand der Verein aber nur noch aus den Leichtathletikabteilungen der Vereine SG-Bruchköbel und TV-Roßdorf. Inzwischen haben wir uns (der TV-R) ebenfalls vom LAZ losgesagt, eine gute Entscheidung!

In meiner Zeit als aktives Mitglied beim LAZ wollte ich mich in diesem Verein engagieren und bot, wo es nötig war, meine Hilfe an. Nach anfänglichen Schwierigkeiten führte es bald dazu, dass ich Berichte über die einzelnen Sportveranstaltungen schreiben „durfte“, an denen wir Senioren teilgenommen hatten. Diese wurden dann auf unserer Homepage veröffentlicht. Was zunächst vielversprechend angefangen hatte, wurde aber bald zum Fiasko.

An jedem Beitrag wurde etwas kritisiert, auch Bilder passten angeblich nicht. Sie mussten geändert werden. Das Ganze eskalierte darin, dass ich mein Engagement sehr schnell wieder einstellte. Wenn ich schon in meiner Freizeit freiwillig etwas Gutes und Hilfreiches für einen Verein mache, möchte ich in meinem Alter dafür nicht auch noch „geschulmeistert“ werden.

Für mein Empfinden war das alles nur Schikane; warum? Da müsste man den Vorstand fragen. Habe ich aber nicht und wollte ich auch nicht. Ich wollte mit dieser Vereinsführung  gar nichts mehr zu tun haben. Auf diese ständigen internen Querelen hatte ich keine Lust. Ich war einfach zu unbequem, stellte unangenehme Fragen. Deshalb war mein Engagement beendet und ich konzentrierte mich nur noch auf meine sportlichen Aktivitäten.

Es war schließlich meine Frau, die mich dazu animierte, einen Blog über Leichtathletik zu schreiben. Sie meinte, du schreibst doch gerne. Schreib deine Erfahrungen in einen Blog. Dort kannst du alles was dich bewegt niederschreiben. Du kannst über jede Sportveranstaltung berichten und niemand kann dir Vorschriften machen.

Und so wurde ich nach einigem Zögern und vielen Überlegungen zum Blogger und eröffnete meine Homepage „Seniorenleichtathletik.com“. Auch war der Gedanke im Hinterkopf, andere und nicht nur Senioren, sportlich zu animieren.

Dies ist mir, wie ich aus vielen positiven Kommentaren ersehen kann, wohl auch gelungen. Vor drei Jahren, am 15.01.2015 schrieb ich meinen ersten Beitrag. Inzwischen habe ich über 16.000 Besucher und über 100 Leser folgen meinem Blog, haben ihn abonniert. Und das wiederum ermutigt doch eigentlich dazu weiter zu machen.

Habe ich mich jetzt, während des Schreibens, positiv dazu entschieden? Mal sehen! Ich weiß es wirklich noch nicht und wenn, in welcher Form.

Nun doch noch ein paar kurze Worte zu meinen sportlichen Aktivitäten. Derzeit bereite ich mich auf die Hessischen Hallenleichtathletikmeisterschaften der Senioren am 04.02. in Stadtallendorf vor. Dort möchte ich für meinen Stammverein über die 800 Meter an den Start gehen.

Hoffentlich bleibe ich bis dahin gesund. Und das wünsche ich auch jedem von euch!

 

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Kommentare zu: "01.18 – Gedankengänge – Wie kam ich zum Bloggen" (19)

  1. Danke, dass du deine Geschichte hier geteilt hast. Es ist so schön zu lesen, wie du zum Schreiben kamst und ich hatte die vergangen Monate auch immer das Gefühl, dass du Freude daran hast. Manchmal braucht es aber auch eine gewisse Ruhe, um all das genießen zu können. Eine kleine Auszeit, um seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Wie beim Sport auch glaube ich fest daran, dass es gerade die Freude und der Spaß daran ist, was uns daran festhalten lässt.

    In jedem Fall wünsche ich dir, dass du dich so entscheiden kannst, wie es für dich ganz persönlich richtig ist.

    Viel Erfolg bei deinen Vorbereitungen zur Meisterschaft. Wieder einmal eine aufregende Zeit, die vor dir liegt. Alles Gute.

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    • Vielen Dank Din! Dieses Jahr werde ich auf jeden Fall weiter machen. Habe schließlich meinen Beitrag für WordPress schon bezahlt. 🙂 Vermutlich aber in etwas reduzierter Form.

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  2. Wanda Breitenbach schrieb:

    Ich finde es jedenfalls sehr cool 😎, dass du dich darauf eingelassen hast und meine Idee, selbst zu bloggen, so toll verwirklicht hast. Hör bitte nicht auf!
    Im Gegenteil, mach mehr daraus und starte noch mal richtig durch auf Instagram. Mit Stories und sogar Livebeiträgen….und immer schön hashtaggen…..😘😘😘😘
    Gratulationen zum 2jährigen!!!!!

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  3. Wanda Breitenbach schrieb:

    Hey…. es sind ja schon das 3jährige (Riti sei Dank)… dann aber flott in das vierte Jahr!!!!

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  4. Labby schrieb:

    Hallo Robert,

    mit dem bloggen hast du sicher die richtige Entscheidung getroffen und animiert auch mich immer wieder sportlich aktiv zu werden. Die Querelen in Vereinen oder auch Foren kenne ich nur zu gut, kein Wunder, dass immer weniger Nachwuchstalente Engagement und Verantwortung im eigenen Verein übernehmen wollen, wenn Ihnen dies von so manchem Querulanten vorgelebt wird. Ich finde es ganz schön wenn ein Blogger nicht täglich schreibt, schließlich möchte ich alle abonnierten Blog´s auch noch lesen können 😉
    Liebe Grüße von mir aus und viel Glück für Stadtallendorf. Deshalb mach unbedingt weiter.

    PS: Und nette Menschen lernt man durch das bloggen auch kennen, zumindest glaube ich dies 🙂

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    • Hi Labby, es freut mich natürlich, wenn ich dich auch zum Sport animieren konnte. Und du hast auch völlig recht, dass man beim bloggen viele nette Menschen kennen lernt. So erging es mir schließlich auch. Sonst hätten z.B. wir uns ja auch nicht kennen gelernt, wenn auch nicht persönlich. Aber man erfährt sehr viel über andere und ihre Aktivitäten. Das ist sehr schön und regt auch manchmal zu Dingen an, die man sonst nicht machen würde. Und aufmunternde Kommentare, wie deiner hier, tun ja schließlich sehr gut – Danke dafür!

      Von Stadtallendorf werde ich bestimmt berichten. Danke fürs Daumendrücken 🙂

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  5. Ein sehr ehrliches und gradliniges Statement.

    Was genau Dich daran hindern könnte, weiter zu bloggen, hast Du aber m.E. nicht beschrieben. Ich kann daher nur sagen, was mir bzgl. des Bloggens durch den Kopf geht:

    Ich möchte ab diesem Jahr unregelmässiger bloggen, nicht mehr jeden Tag oder sogar mehrere Beiträge täglich.
    Das Lesen befreundeter Blogs kostet viel Zeit, möchte ich aber auf der anderen Seite nicht missen.
    Also auch ich suche nach Veränderung. Aufgeben werde ich meinen Blog aber nicht. Das steht noch nicht an.

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    • Danke Gerhard! Manchmal ist es einfach eine Kopfsache. Bei mir kommt sicher hinzu, dass ich gerade in letzter Zeit viel mit Krankheiten zu kämpfen hatte und darüber einfach nicht mehr schreiben wollte. Und das Himmelhoch jauchzend und dann wieder zu Tode betrübt; darauf hatte ich auch keine Lust mehr. Also werde ich mich zumindest darüber etwas bedeckt halten. Also schaun mer mal, wies weiter geht 🙂

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  6. Ein eigener Blog ist doch eine tolle Sache! Solange es dir Spaß macht, bleibe einfach dabei. Ich habe früher auch kleine Artikel für die hiesige Tageszeitung geschrieben oder für ein Mitteilungsblatt einer Gemeinde – immer ehrenamtlich für einen Verein. Schreiben macht mir Spaß und so kam auch ich zum Bloggen. Es ist auch wie ein Tagebuch „Logbuch“ für uns. Man vergisst so schnell, wo man überall war, was man gesehen hat. Mein Blog erinnert mich und zeigt die passenden Fotos dazu. Ist doch super! Für mich und wenn’s anderen auch gelegentlich gefällt umso besser. Beste Grüße, Sigrid

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    • Danke Sigrid, du hast natürlich recht. Mir macht das Schreiben ja auch Spaß. Deshalb habe ich es auch mal angefangen. Und ganz aufgeben werde ich es sicher nicht. LG Robert

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  7. Oh, das Bloggen ist Freud und Leid in einem…

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  8. Ich sage nur eines Robert, WEITERMACHEN !!! Das ist Top was du hier machst, informiert und ermutigt. 🙂

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    • Vielen Dank Christian für deinen ermutigenden Kommentar. Auch wenn es nur wenige sind, die sich dadurch motiviert fühlen, ist es ja auch schon ein Erfolg. Insofern hast du recht.
      Beste Grüße nach Tirol 🙂

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  9. […] unser Verein sich endlich vom LAZ getrennt hatte (siehe 01.18), wollte ich nun auch mein Versprechen einlösen und für meinen neuen (alten) Verein, den […]

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  10. Sylvia Kling - Lyrikerin/Autorin/Songtexterin/Entertainerin schrieb:

    Du hast eine kluge Frau! 😀

    Bitte höre nicht auf. Aber es sollte schon Freude machen. Sobald es zur lästigen Pflicht mutiert, wird es nervig.

    Nach wie vor hast Du in mir eine große Bewunderin Deiner Vitalität und Energie – aber auch Disziplin.

    Herzliche Grüße
    Sylvia

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