Erfahrungen eines Senioren, der noch einmal Sport treiben will.

Wie bereits in meinem Beitrag 06.18 angekündigt, hatte ich von der Fa. Equimedis Dr. Jacoby GmbH & Co. KG eine Dose mit PferdeMedicSalbe zum Testen erhalten. In den Prospekten werden vielerlei Wirkungseigenschaften angepriesen, u.a. Knie- und Gelenkschmerzen!

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Nun hatte ich fast vier Wochen Zeit, um festzustellen, ob und wie diese Pferdesalbe wirkt. In dieser Zeit bin ich knapp 45 km gelaufen und ca. 150 km mit dem Rad gefahren. Dass die Radeinheiten inzwischen wesentlich höher sind als die Laufkilometer hat mit meinen Knieproblemen zu tun. Schmerzen habe ich immer wieder nach einem Lauf und zwar hauptsächlich hinterher!

Die Radeinheiten bekommen mir ganz gut, obwohl ich auch hier inzwischen, manchmal leichte Schmerzen verspüre. Da sind aber der Druck und die Belastung auf und für die Knie nicht so hoch wie beim Laufen.

Vor allem die langen Läufe belasten meine Knie sehr stark. Aber auch nicht so sehr während eines Laufes, dass ich denke, es geht nicht mehr. Die Schmerzen kommen vor allem ca. ein bis zwei Stunden hinterher und dauern dann bis in den nächsten Tag. Am zweiten Tag nach der Belastung sind sie dann fast wieder weg. Besonders schlimm wird es, wenn ich längere Zeit gesessen habe.

Nun weiß ich aber aus vergangenen Diagnosen, dass zum einen meine Knie mit Arthrose belastet sind; das sehe ich aber nicht als so problematisch an. Ich vermute viel mehr, dass der beschädigte Meniskus in diesem Knie mir diese Probleme bereitet.

Aus diesem Grund habe ich mir einen neuen Termin beim Orthopäden mit anschließendem MRT machen lassen. Eventuell ist der Meniskus inzwischen so geschädigt, dass ich an einer OP nicht mehr vorbei komme.

Kann bei solchen Beschwerden eine Pferdesalbe helfen? Das war die Gelegenheit für mich, es heraus zu finden.

Meine Vorstellung von Pferdesalbe war, dass es sich um eine dunkle, übel riechende Schmiere handeln würde. Diese würde man auf die zu behandelnden Stellen auftragen, einwirken lassen und nach vielleicht einer Stunde wieder abwaschen.

Als sie schließlich eintraf, war ich doch überrascht. Beim Öffnen der Dose nahm ich einen Duft wahr, der mir sehr bekannt vorkam. Es handelte sich vor allem um Menthol und Arnika und die Schmiere war eine helle Paste, die schnell in die Haut einzieht. Eine ähnliche Salbe kannte ich von einem anderen Hersteller mit anderer Bezeichnung.

Nun soll diese Pferdesalbe allerdings mehr können als die herkömmlichen Salben von früher. Sie sei neu, weiterentwickelt und ein Medizinprodukt in Premiumqualität. Die Vorteile seien:

  • Höherer Gehalt an Wirkstoffen
  • Schnellere Mobilisierung und dadurch noch effektivere Entspannung
  • Intensivere therapeutische Wirkung
  • Und neuer Carrier für mehr Tiefenwirkung

Und das für Pferde entwickelte Originalprodukt hätten Reiter bald für sich selbst entdeckt. Die Anwendungsgebiete der PferdeMedicSalbe seien:

  • Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen
  • Muskelkater
  • Knie- und Gelenkschmerzen!
  • Zerrungen, Verstauchungen und Sportverletzungen
  • Zum Aufwärmen vor dem Sport und zur schnelleren Regeneration nach dem Sport

Welche Stoffe sind denn nun in dieser PferdeMedicSalbe enthalten? Wie ich bereits beim Öffnen bemerkt hatte sind dies: Menthol und Arnika, aber auch Kampfer und Rosmarin.

Nun aber zu meiner Erfahrung: Meine Beurteilung wird neutral und objektiv erfolgen. Ferner unterliegt sie keiner Beeinflussung durch die kostenlose Bereitstellung der Salbe.

Ich habe die PferdeMedicSalbe regelmäßig vor, aber vor allem nach dem Sport verwendet. Beim Auftragen spürt man sofort die angenehme, kühlende Wirkung.

Nach einer anstrengenden, sportlichen Belastung ist sie für die beanspruchte Muskulatur sehr wohltuend. Muskelkater habe ich seitdem keinen mehr verspürt. Ob es an der Salbe liegt oder an den trainierten Muskeln kann ich nicht sagen. Vielleicht liegt es an beidem.

Eines kann ich aber mit Gewissheit sagen, die Verhärtung meiner Wadenmuskulatur nach einem langen Mittel- und Vorfußlauf ist nicht mehr aufgetreten. Sie scheint tatsächlich entkrampfend zu wirken, denn auch meine Verspannung im Nacken war nach kürzester Zeit verschwunden. Ich hatte die Salbe aufgetragen und mit leichtem Druck einmassiert.

Von Zerrungen, Verstauchungen und anderen Sportverletzungen blieb ich Gott sei Dank verschont. Deshalb kann ich darüber nicht berichten.

Kommen wir aber zu meinen Knieproblemen. Die Schmerzen während und vor allem nach einem Lauf kann auch die PferdeMedicSalbe nicht lindern. Das wundert mich aber auch nicht. Denn sollte der Meniskus (wie oben beschrieben) operiert werden müssen, kann meiner Ansicht nach eine Salbe, welcher Art auch immer, nicht mehr helfen. Eventuell sind die Schmerzen dadurch etwas geringer.

Ich kann mir vorstellen, dass sie Knie- und Gelenkschmerzen lindert, wenn noch keine Schädigung im Knie entstanden ist. Das sollte dann aber auch in der Beschreibung festgehalten werden.

Es gibt ja verschiedene Arten von Kniebeschwerden, die z.B. durch falsche Schuhe, schlechte Lauftechniken oder zu schwache Gelenke (Bänder und Sehnen) entstehen können. Dann sollte aber in erster Linie Krafttraining im Vordergrund stehen, um die Muskeln, Bänder und Sehnen um das Knie herum zu stärken. Eine Salbe kann dann nur noch eine Ergänzung sein.

Fazit: Die PferdeMedicSalbe ist eine angenehm riechende Paste, die bei meiner kurzen Testphase vor allem die Muskulatur nach dem Sport wohltuend entspannte und vermutlich auch Muskelkater vorbeugte.

Um ein verlässlicheres Ergebnis zu erhalten, müsste man diese Salbe über einen längeren Zeitraum testen, als es mir möglich war. Denn derzeit werde ich bis zur endgültigen Kniediagnose Ende April keine anstrengenden Läufe mehr machen. Da die mir zur Verfügung gestellte Menge (600 ml) aber noch längere Zeit ausreicht, werde ich sie weiterhin anwenden. Sollte ich neuere Erkenntnisse erlangen, werde ich auch darüber berichten.

Vielen Dank an die Fa. Equimedis Dr. Jacoby GmbH & Co. KG für die zur Verfügungstellung der PferdeMedicSalbe zu Testzwecken.

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Kommentare zu: "07.18 Test PferdeMedicSalbe" (7)

  1. Daß Schmerzen erst nach dem Laufen, etwa am nächsten Tag, auftreten, kenne ich von meinem linken Knie.
    Ich denke, die Diagnose ist wichtig. Vielleicht hilft eine OP auf lange/mittellange Sicht. Wenn danach das Laufen wieder leichter möglich wird, ist das das geignetste Mittel.

    Meine Partnerin/Frau hat eine gerissene Sehe in der Schulter. Erst jetzt festgestellt, obwohl der Vorfall wohl 4 – 5 Jahre zurückliegt. Sie kann durch allerlei Anwendungen gröbere Beeinträchtigungen in der Regel vermeiden, aber eine OP schreckt sie etwas ab.
    Es gibt Stimmen dafür und dagegen. Letztendlich wird sie das wohl so entscheiden: Sollte die OP längere Zeit an Inaktivität bewirken, dann wird sie es nicht machen.

    Gefällt 1 Person

    • Ich würde mich auf jeden Fall für eine OP entscheiden. Besser längere Zeit aussetzen und dann wieder fit sein, als sich quälen und nichts richtig machen können.

      Mal sehen, was bei mir heraus kommt.

      Gefällt 2 Personen

  2. Ich kenne diese Salbe auch! Mein Mann hat sie oft angewendet nach dem Sport. Inzwischen hat er ein neues Gelenk und benutzt sie nicht mehr. Eher nur Arnikasalbe, wenn er lange unterwegs war. Für mein Knie brauche ich auch keine Salbe mehr. Habe Arthrose, Knorpelschaden 3-4 und was soll da eine Salbe noch ausrichten. Habe mir jetzt mal wieder drei Hyaloronspritzen geben lassen, um noch über den Sommer zu kommen. Rad fahren geht immer noch ganz gut und im Herbst entscheide ich mich, denn ewig Schmerzen nach kleinen Wanderungen nerven mich furchtbar. Mein Mann sagt immer wieder, dass er sich ärgert, es nicht schon längst gemacht zu haben. Er humpelt jedenfalls nich so durch die Gegend wie ich, wenn er mal länger gesessen hat. Ich komme dann nur schwer in die Gänge – auch nachts! Viel älter kann man sich gar nicht mehr vorkommen als mit dieser Humpelei, die leider zur Arthrose dazu gehört. Wenn ich dann mal in Schwung bin, ist alles gut! Mein Mann konnte 4 Wochen nach der OP schon richtig gut wieder gehen und längere Spaziergänge machen. Ich habe eine Arthroskopie hinter mir mit Knorpel glätten und Menisken auch und teilweise sogar was abgeschnitten. Das ist jetzt fünf Jahre her und nun geht’s wieder verstärkt los. Nun hilft nur noch ein künstliches Gelenk. Wünsche dir Besserung durch eine OP, liebe Grüße, Sigrid

    Gefällt 1 Person

  3. Spannend, gleichzeitig nicht wirklich überraschend. Wie sollte die Salbe/Paste auch ernstere Probleme beheben können?

    Gefällt 1 Person

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